Auslandsreisen boomen bei Jugendlichen

von Bert Pfahl
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Rechtzeitig zu den bevorstehenden Sommerferien bieten verschiedene Jugendreiseunternehmen wieder vielfältige Reisen in das nähere oder weitere Ausland an, die von Jugendlichen immer häufiger genutzt werden, vor allem wenn sie mit Sprachen, sozialem Engagement, Abenteuer oder Verdienstmöglichkeiten verbunden sind. Allerdings sollten sich die Eltern die Vielzahl der Angebote gut ansehen, damit sie wissen, worauf sich ihre Sprösslinge einlassen.

Neben den hauptsächlich auf Sprachreisen ausgerichteten vielfältigen Organisationen ist einer der vielen Anbieter für Jugendreisen, die verstärkt auch auf soziales Engagement setzen, TravelWorks. Das Angebot reicht von „work und travel“-Reisen über Praktika, vornehmlich in den USA, Freiwilligenarbeit in Latein- und Nordamerika, Afrika und Asien, Schüleraustausch mit europäischen Nachbarländern und dem außereuropäischen Ausland bis hin zu Sprachreisen. Mehr als 70.000 Jugendliche haben in den letzten 15 Jahren Gebrauch von diesen Angeboten gemacht mit steigender Tendenz.

Lesen Sie dazu auch den Blog: WORK&TRAVEL WELTWEIT

Das Bundesjugendwerk bietet ebenfalls die ganze Palette von „work-camps“ über Freiwilligendienste, Sprachreisen „Aupair-Aufenthalten“ bis hin zu Friedenseinsätzen an. Auf einem eigenen Europäischen Jugendportal kann man sich über alle Arten von Freiwilligendiensten, ihre Bedingungen, Dauer und Kosten informieren.

Das deutsche Kolping-Werk hat sich auf Kleingruppen (8-12 Teilnehmer im Alter von 18-30 Jahren) vor allem für soziale oder ökologische Projekte in fremden Ländern spezialisiert. Verschiedenartige „work-camps“ finden in Deutschland, Polen, Irland bis hin nach Russland statt. Freiwilligendienste werde in vielen Ländern Lateinamerikas und Afrikas angeboten. Das Kolping-Werk bietet aber auch Internationale Jugendwochen an, die der Begegnung mit Jugendlichen anderer Länder dienen.

Der Sprachreiseanbieter Sprachdirekt bietet speziell für Schülersprachreisen ein attraktives Angebot für Schüler, die englisch lernen wollen. Die Sprachschüler und Eltern können zwischen Malta und Bournemouth (England) wählen. Die Schüler werden in Gastfamilien oder in Colleges untergebracht, wo für eine komplette Rundumbetreuung gesorgt wird. Zusätzlich zu den Lehrern werden auch Gruppenleiter der Schule sowie von Sprachdirekt eingesetzt. Die Mitarbeiter sind mehrsprachig, sprechen meist Englisch und Deutsch, und sind in der Kinderbetreuung ausgebildet. Bei den Freizeitangeboten wird in verschiedene Altersgruppen unterschieden. Die Programme sind somit genau auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kinder zugeschnitten. Das inkludierte Freizeitangebot beinhaltet sportliche Aktivitäten an der Schule und am Strand sowie gemeinsame Ausflüge.

Ratsam ist, möglichst vor Antritt einer Reise schon die Verantwortlichen, das Betreuungspersonal und möglichst die Mitreisenden kennen zu lernen, um abschätzen zu können, inwieweit man in die entsprechende Gruppe passt und inwiefern die anderen Teilnehmer die eigenen Vorstellungen und Auffassungen teilen. Bei Minderjährigen sollten die Eltern alle erreichbaren Informationen einholen, denn auch in den Ferien und im Ausland bleiben sie für ihre Kinder in der Verantwortung.