Deprimierte vaterlose Töchter

von Nicole M. King - ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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Wer hat eigentlich vom Krieg profitiert, den radikale Feministinnen gegen die Ehe losgetreten haben? Junge Frauen jedenfalls nicht. Eine umfangreiche kanadische Studie kommt zu dem Schluss, dass eines der stärksten Anzeichen für Depression bei jungen Frauen der Verlust eines biologischen Elternteils ist. Die erleichterten Scheidungen, für die Feministen gekämpft haben, sind eine der Hauptursachen für den Verlust.

Diese neue Studie von Forschern der University of Northern British Columbia macht die Einflussfaktoren, die zu Depression bei jungen Kanadierinnen im Alter zwischen 16 und 20 führen, deutlich. Die Forscher erarbeiteten diese Faktoren durch genaue Analyse von Daten, die für eine repräsentative Untersuchung von 1715 Individuen in einem Zeitraum von 1994 bis 2007 erhoben wurden.

Wie vorauszusehen, konnten die Forscher den Nachweis erbringen, dass elterliche Ablehnung und kindliche Angstzustände Indikator für Depression von Jugendlichen zwischen dem 16. und dem 21. Geburtstag seien. Doch gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede: Im Einklang mit anderen Untersuchungen „beklagten Mädchen Depressionen häufiger als Jungen“. Doch nicht alle Mädchen sind gleichermaßen betroffen: die Daten weisen aus, dass „der Verlust eines Elternteils im Alter zwischen 4 bis 8 Jahren Depressionen im Alter von 16 bis 20 Jahren bei Mädchen [p = 0.008] - jedoch nicht bei Jungen - erwarten lässt.

Natürlich kann ein Kind den Vater auch durch Tod verlieren. Doch sind solche Tragödien im Verhältnis wesentlich seltener, als das Trauma, das die Scheidung der Eltern auslöst, sagen die Wissenschaftler. So können sie zuverlässig den Verlust eines Elternteils als Auslöser für Depression bei Mädchen am Übergang von Pubertät zum jungen Erwachsenen interpretieren. Dies ist eine Erkenntnis, die sich nahtlos mit den Ergebnissen einer Studie von 2008 deckt, die folgert, dass „die Auswirkungen der elterlichen Trennung…sich je nach Geschlecht unterscheiden, wobei ein höheres Risiko für Depressionen bei Mädchen, aber nicht bei Jungen besteht“. Sie stellen auch fest, dass ihre Studie mit den Ergebnissen einer Arbeit von 1997 harmoniert, die aussagt, dass: „junge Frauen, deren Eltern geschieden wurden, stärker unter Depressionen leiden, als junge Männer aus geschiedenen Ehen“.

Angesichts der zerstörerischen Auswirkungen von Depressionen als „Hauptursache für weltweite Arbeitsunfähigkeit“, hoffen die Wissenschaftler, dass ihre Arbeit dazu beitragen wird, Depressionen mit „gezielten, spezifischen und personalisierten Interventionen“ zu bekämpfen. Insbesondere hoffen sie, dass „speziell Mädchen von Therapien profitieren, die ihnen helfen, über den Verlust eines Elternteils durch Tod, Scheidung, oder andere Ursachen hinweg zu kommen.“

Doch da im 21. Jahrhundert so häufig Töchter allein auf Grund der Trennung ihrer Eltern Depressionen entwickeln, ist es überaus klar, dass die einzig sinnvolle Therapie, die ihnen helfen könnte, die ist, dass die Eltern zusammen bleiben. Wie schnell solche Therapien greifen, wird davon abhängen, ob die bittere Realität Auslöser sein wird, die feministische Ideologie ins Wanken zu bringen.

QUELLE: (Sherry Bellamy and Cindy Hardy, Factors Predicting Depression across Multiple Domains in a National Longitudinal Sample of Canadian Youth, Journal of Abnormal Child Psychology 43.4 [2015]: 633-43.)

Dieser Beitrag wird hier mit freundlicher Genehmigung von The Family in America, einer Publikation von The Howard Center, einem Partner von MercatorNet veröffentlicht.

Weiterer Beitrag: Frauen aus geschiedenen Familien begehen 1,46mal häufiger Selbstmord, als Frauen aus intakten Familien.
MARRIpedia, stellt folgende Auswirkung von Scheidungen auf das kindliche Verhalten fest:

„Suizid eines Kindes wird häufig durch Gedanken ausgelöst, dass die Eltern es zurückweisen, oder sich nicht mehr für es interessieren.“ Die Tatsache, dass die Suizidrate im gleichen Verhältnis zur Scheidungsrate angestiegen ist, ist kein Zufall. Wie die Arbeit von Patricia McCall, Soziologie-Professor an der North Carolina State University belegt, ist der stärkste demographische Indikator für Suizidneigung die Familienstruktur, in die eine Person eingebunden ist: zerbrochene Familienstrukturen weisen die höchsten Suizidraten auf. Eigene Kinder senken das Suizidrisiko von Erwachsenen.

„Frauen aus geschiedenen Familien begehen 1,46mal häufiger Selbstmord als Frauen aus intakten Familien. Eine frühere Studie derselben Autorin wies nach, dass Frauen, die in geschiedenen Familien aufwachsen, 1,33mal häufiger Suizid begehen, Zahlen, die selbst nach Korrektur von Störfaktoren, wie Alter, Ethnie und Einkommen belegbar sind. Diese Verbindung zwischen Scheidung der Eltern und Anstieg der Suizidraten Jugendlicher wurde immer wieder in der Literatur bestätigt. Kulturübergreifende Studien zwischen Japan und den USA konnten diesen Zusammenhang zwischen Ehescheidungen und Suiziden klar belegen.

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