Handys - Jugend - Probleme

Handys - Jugend - Probleme
Nach der letzten JIM Studie besitzen 92 Prozent der 12 bis 19-jährigen ein Handy. Nicht das Telefonieren steht an erster Stelle, sondern SMS. Das Fotografieren und Filmen holt stark auf. Mit der rasanten technischen Entwicklung, die immer mehr Möglichkeiten schafft, geht ein Besorgnis erregender Zuwachs an Missbrauch einher.
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Kinder und Jugendliche produzieren "Content"

Immer mehr wachsen Internet und Handy zusammen. Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Unterhaltung - die Risiken steigen entsprechend. So können beispielsweise mit dem Handy gemachte Fotos auf Internetportale hochgeladen werden, von wo aus sie dann allen Usern zur Verfügung stehen. Fotos und Kurzfilme können aber auch von Handy zu Handy ausgetauscht werden.
Gewalt und Porno-Videos aus dem Netz aufs Handy
Eine zunehmende Tendenz bei den Jugendlichen besteht darin, Gewalt und Porno-Videos aus dem Internet herunter zu laden, dann per Synchronisation auf das Handy zu laden und danach von Handy zu Handy weiter zu geben. Das geht per Bluetooth und kostet nichts. Experten sind der Meinung, dass in Zukunft die Datenträger im Handy selbst (Speicherkarten) getauscht werden.
Auch aus Eigenproduktion
Mit den heutigen Möglichkeiten kann man sehr leicht selbst kleine Video-Clips aufnehmen. So werden Gewaltszenen gestellt oder tatsächliche Gewaltakte gefilmt und das material wird dann weiter gegeben. In letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass sich solche Bilder im Internet rasend schnell verbreiten. Wenn die eigenen Kinder involviert sind, kann das zu einem Trauma. (>Nacktfotos kommen online schnell in falsche Hände)
Das Handy als Terrorinstrument
Aggressive SMS, Terroranrufe usw. kommen immer häufiger vor Ganz schlimm ist es, wenn heimlich per Handy Fotos aufgenommen werden (z.B. auf der Toilette), die dann ins Internet gestellt oder per Handy verbreitet werden ohne dass die Beteiligten etwas davon wissen. Das ist ein krasser Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte. (>Was bedeutet Bullying und was E-Bullying?)
Zahlen
88 Prozent der Jungen und 84 Prozent der Mädchen mit eigenem Handy schon einmal davon gehört, dass Porno- und Gewaltvideos per Handy verschickt werden. Bereits bei den 12- bis 13-Jährigen sind es 80 Prozent, bei den 18- bis 19-Jährigen liegt der Anteil bei 88 Prozent. Jeder dritte jugendliche Handybesitzer kennt Leute, die schon mal solche Inhalte bekommen haben - Sieben Prozent haben selbst solche Inhalte erhalten. Jeder zehnte Gymnasiast, aber schon jeder vierte Hauptschüler schon einmal das Filmen von Handgemengen oder Schlägereien beobachtet.
Was tun?
Entscheidend ist es, das Vertrauen der Jugendlichen zu gewinnen, damit sie über solche Erfahrungen sprechen, insbesondere, wenn sie Opfer von Drohungen und Gewalt sind. Wenn gar die Persönlichkeitsrechte verletzt werden, ist es angeraten, die Polizei einzuschalten. Entscheidend aber ist es, die Handy-Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen "im Blick" zu haben.
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Hilfen und Links
mekonet
Dass Sie sich in Ihrem intensiven Handy-Konsum speziellen Risiken aussetzen - finanzieller, technischer und auch rechtlicher Art - wissen aber nur die wenigsten. Jugendschutz und Medienkompetenz sind daher verstärkt gefordert, Aufklärung zu betreiben und den sinnvollen Umgang mit dem Mobiltelefon zu vermitteln.
>Jugendliche und Handy auf einen Blick (pdf-Datei)
Aktion Jugendschutz - Bayern
Diese Website will
• häufig gestellte Fragen rund ums Handy beantworten • auf Aspekte eingehen, mit denen junge Menschen übervorteilt werden • auf Inhalte hinweisen, die Kinder und Jugendliche gefährden können und • Tipps zum Umgang mit dem Handy geben.
>Handy in Kinderhand
Bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung
Die Broschüre „Gewaltvideos auf dem Handy – Herausforderungen für Pädagogik und Jugendmedienschutz“ des Bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung will insbesondere Eltern und Pädagogen zu diesem Thema Informationen bieten und Hilfestellung geben. Dabei wird kurz über die Ursachen der Gewaltbereitschaft informiert, in erster Linie aber enthält die Broschüre Informationen über mögliche rechtliche und pädagogische Schritte – auch über das viel diskutierte Handyverbot an Schulen. Dazu gib es weitere Hinweise auf Materialien und Links zum Thema.
>Gewaltvideos auf dem Handy - Herausf ür Pädagogik und Jugendmedienschutz (pdf-Datei)
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