Durch Kinderkrippen zu mehr Kindern?

Durch Kinderkrippen zu mehr Kindern?
Die gegenwärtige Debatte um die Krippenplätze wird geführt, als ob es die DDR nicht gegeben hätte. Als Folge des staatlich verordneten „Rechtes auf Arbeit“ mussten die Mütter ihre Kinder in den Krippen abgeben. War das gut für die Kinder? War das ein Modell für eine kinderreiche Gesellschaft? Zweimal Nein!
Die DDR war eines der kinderärmsten Länder Europas, denn das Krippenangebot führte nicht zu mehr sondern zu weniger Kindern. Die vermeintliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf verführte Ehepaare gerade zu dem Gedanken, dass es mit einem Kind „genug“ sei. So war die DDR berühmt für ihre Ein-Kind-Familien, die in einer Drei-Raum-Wohnung leben konnten.
Löst eine solche Perspektive die demographischen Probleme in der der heutigen Bundesrepublik? Natürlich nicht. Studien aus jüngster Zeit zeigen, dass genau die Frauen und Männer für den Aufbau von Kinderkrippen sind, die keine Kinder oder nur ein Kind haben wollen. Und die Eltern, die drei, vier oder fünf Kinder groß ziehen, wollen vielleicht eine Kindergartengruppe aber keine Kinderkrippen.
Genau solche Familien braucht aber unser Land. Denn erst eine durchschnittliche Kinderzahl von 2,1-2,5 pro Frau leitet tatsächlich ein Bevölkerungswachstum ein. Das ist wiederum mit einer Karriere der Frau, die heute in der Wirtschaft immer zeitaufwändiger und Kräfte raubender wird, nicht mehr vereinbar. Eine kinderreiche Familie fordert von den Eltern, und hier besonders den Müttern, den ganzen Einsatz.
War die Krippenerziehung gut für die Kinder?
Eine Reihe von Studien belegen detailliert, dass für ein Kind die frühkindliche Förderung durch die Mutter zu Hause und mit vielen Geschwistern das Beste ist. Nicht Erziehung durch fremde und schlecht ausgebildete Erzieher, sondern die pädagogische und mütterliche Begleitung bringt die Kinder voran.
Der finanzielle "Pferdefuß"
Und nicht zu vergessen: Familien mit Kindern werden durch die von der Bundesfamilienministerin und ihrem SPD-Staatssekretär erhobene Forderung finanziell noch schlechter gestellt werden. Die Kosten für die zusätzlichen Kinderkrippen werden von Fachleuten inzwischen nicht auf 3 Milliarden, wie von der Leyen behauptet, sondern auf 8 Milliarden geschätzt. Da dieses Geld „aufkommensneutral“ gewonnen werden soll, wird man es den kinderreichen Familien abziehen. Über die Kürzung des Kindergeldes wird bereits geredet.
Diese Problematik sieht auch der NRW-Familienminister Armin Laschet (CDU) im heutigen Interview in der „Welt“. Dennoch will er den Ausbau des Krippensystems und der damit eingeleiteten staatlichen Zwangserziehung. Warum? Weil die Frauen aus ökonomischen (und kurzsichtigen) Gründen in der Wirtschaft gebraucht werden. Deutschland scheint nicht klug zu werden aus seinen eigenen Erfahrungen. Und mehr Kinder gibt es so auch nicht. Eher das Gegenteil.
Taxonomy upgrade extras: