Mädchenschulen bieten einfach mehr Vorteile

Mädchenschulen bieten einfach mehr Vorteile
Bild: Helen Clark, ehemalige Premierministerin von Neuseeland beim Besuch der „Auckland Girls Grammar School“ (© Photo/Greg Bowker) - Untersuchungen eines neuseeländischen Forschers legen nahe, dass das Fortbestehen des geschlechtsspezifischen Lohngefälles mit koedukativer Erziehung zu tun haben könne.
von Carolyn Moynihan - ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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Das berichtet der New Zealand Herald in seiner Ausgabe vom 17. September 2012. Professor Ananish Chaudhuri von der Auckland University ist dieser Frage an Hand weltweiter Studien nachgegangen und führt dazu aus: "… Untersuchungen, die das Verhalten junger Frauen, die an Mädchenschulen unterrichtet wurden, mit denen verglichen, die koedukativ beschult wurden, zeigen, dass Absolventinnen von Mädchenschulen ebenso wettbewerbsfähig sind, wie ihre männlichen Kollegen, Schülerinnen aus gemischten Klassen jedoch weniger. Dies hat ohne Zweifel Implikationen für die für die schulische Bildung, die wir unseren Kindern bieten.“
In einer Verbundstudie der Australian National University und der Essex University in England wurde das Verhalten von 260 Schülern und Schülerinnen verglichen, die an einem Leistungswettbewerb teilnahmen, für den eine kleine finanzielle Belohnung winkte.
Schülerinnen aus reinen Mädchenschulen und Schüler sowohl aus reinen Jungenschulen, aber auch aus Koedukationsschulen wetteiferten mit vergleichbarer Intensität.
Schülerinnen von Koedukationsschulen fiel es deutlich schwerer, mitzuhalten, doch verbesserte sich ihre Mitwirkungsbereitschaft, nachdem sie in reine Mädchengruppen zusammengefasst wurden.
New Zealand’s wohl prominenteste Frau, die frühere Premierministerin Helen Clark, die z. Zt. das UN Entwicklungsprogramm leitet, besuchte eine reine Mädchenschule, ebenso mehrere Politikerinnen und Spitzenmanagerinnen aus der Wirtschaft.
Professor Chaudhuri erklärte, dass selbst unter Berücksichtigung aller möglichen Einfluss-Faktoren des geschlechtsspezifischen Lohngefälles, wie Erziehung, Alter, Arbeitsmarkterfahrung, Diskriminierung, Schulabschlüsse und Berufswahl, etc. es eine unerklärliche Lücke von etwa einem Drittel gäbe, und dies international.
Der negative Effekt von Jungen auf den Eifer der Mädchen in einer koedukativen Schule könnte eine plausible Erklärung liefern. Heranwachsende Mädchen möchten lieber, dass Jungen sie anziehend finden und wollen sie nicht mit einer Haltung des „Mädchen können alles“ abstoßen.
Merkwürdig ist jedoch die Überzeugung der „Experten“, dass Mädchen sich in einem koedukativen Schulumfeld besser schlagen als Jungen. Vielleicht lassen sich die Mädchen einfach weniger ablenken, als die Jungen. In jedem Fall ist der logische Schluss der, dass beide Geschlechter von Monoedukation profitieren würden.
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