Die Zukunft des Mannes

Die Zukunft des Mannes
Führt die vierte Welle des Feminismus zur Befreiung des Mannes? - Sensation! Exklusiv! Mercator Net bringt die Nachricht zuerst: – Die Morgenröte einer politischen Bewegung, die Feminismus und Umweltschutzbewegung gleichermaßen überwindet- die Befreiung des Mannes. Diese Neuigkeit verdanken wir der Avantgarde der deutschen Politik, der GrünenJugend, einem Ableger von Bündnis 90/die Grünen, die mit 68 Abgeordneten im Bundestag vertreten ist.
von Michael Cook - ins Deutsch übertragen von Horst Niederehe
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Die Geschichte begann im November 2009, als Deutschlands bester Torwart, der 32 Jahre alte Robert Enke sich vor einen Zug warf. Seine trauernde Witwe Theresa enthüllte, dass ihr Mann seit 6 Jahren gegen Depressionen kämpfte. Die deutschen Fußballfans waren über die Nachricht geschockt, doch passiert so etwas nicht selten.
Ein erfolgreicher Mann muss sich häufig mit Unsicherheit und Ängsten tief in seinem Innern auseinandersetzen. Wenn sie übermächtig werden, kann es zu Gewaltanwendung oder Selbstmord kommen.
Diese Tragödie inspirierte die Grüne Jugend, ihrer bereits radikalen Wahlplattform eine weitere radikale Forderung hinzuzufügen: die Notwendigkeit für eine neues maskulines Verständnis. Unter dem Titel: "Nicht länger Machos sein müssen" - Das Grüne Männermanifest fordern sie die Befreiung des Mannes:
„Nach dem Selbstmord von Nationaltorhüter Robert Enke ging eine Debatte über die Gesundheit von Männern, über Schwäche und Depressionen, über Versagensängste durch die Republik... Die Krise ist männlich. Klimakrise, Finanz- und Wirtschaftskrise, Hunger- und Gerechtigkeitskrise, all dies sind direkte Folgen einer vor allem „männlichen“ Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsweise, die unseren Planeten an den Rand des Ruins getrieben hat.“
Dieses Grüne Manifest ist keinesfalls ein Konzept deutscher Radikalpolitiker. Es wurde von einem Europa-Parlamentarier, drei Bundestagsabgeordneten und drei Landtagsabgeordneten sowie 14 weiteren (männlichen) Politikern unterschrieben. Hier wird deutlich, dass die politische Avantgarde in Deutschland die Befreiung des Mannes als überfällig ansieht.
Feminismus ist, so ihre Überzeugung, nicht länger die legitime Forderung einer unterdrückten Minderheit, sondern mittlerweile eine dominante Ideologie:
„Eine Frau ist Bundeskanzlerin. Frauen machen die besseren Bildungsabschlüsse, können Bischöfin werden, mischen in Rap und Hip-Hop mit und sind im Fußball international erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen“. sagt das Manifest. Frauen haben sich längst der Fesseln festgelegter Geschlechterrollen entledigt, während Männer noch mit ihren Ketteln rasseln. „Geschlechterrollen (sind) auch für Männer ein Korsett..., das ihnen mehr schadet als nützt.“
Und so spielen –wie ehemals die Feministen- die Grünen Männer die „Opferkarte“ aus: Deutsche Männer sterben laut Statistik sechs Jahre früher, als Frauen; Frauen werden ausgewogene Lebensarbeitszeiten zugestanden, Männern jedoch nicht; Väter werden wegen Arbeitsbelastung vom Heranwachsen ihrer Kinder ausgeschlossen, und so weiter. Was ist los mit den Deutschen? Die Jungtürken der Grünen, die das Bäume-Streicheln in politische Stärke verwandelten, die gegen Atomkraft streiten, gegen Erderwärmung und sauren Regen, gegen die NATO und den Krieg in Afghanistan, glauben, dass der Feminismus nicht länger für die Unterprivilegierten spricht. Die Ärmsten der Armen sind nicht länger verhungernde und verdurstende Menschen in der dritten Welt, es sind Hans und Fritz, die aktive Fördermaßnahmen einfordern. „Wir wollen mehr geschlechtersensible Männer in „klassischen“ Frauenberufen: mehr Erzieher, mehr Grundschullehrer, mehr Sozialpädagogen“. Und weiter: „Boy’s Days“ „und ein geschlechtersensibles Bildungs- und Berufsberatungsangebot,“, und bessere Gesundheitsvorsorge für Männer.
Wären diese Forderungen von enttäuschten, arbeitslosen LKW-Fahrern, oder verbitterten Vätern, die um Zugang zu ihren Kindern kämpfen, gestellt worden, niemand hätte sie beachtet. Doch das Motto des Manifests lautet: „Grüne Männer kämpfen gemeinsam mit Feministinnen“. Die Verfasser zeigen Fingerspitzengefühl indem sie die Errungenschaften des Feminismus herausstellen. Ja, sie unterstreichen die feministische Kritik, nach der die Hälfte der Gesellschaft wegen ihres Geschlechts benachteiligt sei. Aber diesmal ist die „andere Hälfte“ gemeint.
Feminismus wurde als machtvollste Revolution des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Könnte das Grüne Manifest zum ersten Schimmer einer neuen Politik der Ausrichtung auf männliche Schwerpunkte im 21. Jahrhundert sein? Es liest sich verlockend: „Wir wollen weniger Leistungsdruck, bessere gesundheitliche Prävention und mehr wertvolle Zeit. Wir wollen keine Helden der Arbeit sein, wir wollen leben. Wir wollen Macht, Verantwortung und Pflichten teilen und das Korsett alter Geschlechterrollen von uns reißen. Wir wollen neue Perspektiven für Männer im 21. Jahrhundert!“
Hoffen wir, dass ihre Frauen, Freundinnen und Mütter sie gewähren lassen......
MichaelCook ist Redakteur bei MercatorNet
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Kommentare

Wir haben inzwischen Frauen, die zwar physiologisch und mental weiblich, aber im Denken Männer sind. Alles müssen sie den Männern nachmachen: Rauchen, saufen, boxen, Hosen tragen, Fußball spielen, Karriere machen = Beruf und Selbständigkeit/Unabhängigkeit, usw.
Bedingt diese "Formatierung" nicht eine innere Zerrissenheit?

München ist ein einziges Elend für Single-Frauen. Die Männer sind hier so gefangen von ihrer eigenen Wirkung. So die Kabarettistin Monika Gruber.

Ich fragte dazu meine Tochter: "Sind die Kerle jetzt weibisch?" "Ja. Wenn Männer im Bad länger brauchen, als Frauen ..."

Haben nicht die Frauen wesentlichen Anteil an der Erziehung ihrer Söhne? Warum erziehen sie diese nicht so, wie sie ihre Männer haben wollen? Oder spielt ihnen da die/ihre Natur einen Streich?

Jede Ideologie ist menschenfeindlich und unvernünftig dazu.