MenschInnen - Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen: Gender-Mainstreaming

 Gender-Mainstreaming
Würde man heute unter der normalen Bevölkerung die Frage stellen: „Haben Sie schon einmal etwas von Gender Mainstreaming gehört?“, so käme man kaum auf über 10 % positive Antworten. Da aber für 100 % der Bevölkerung in Europa dieses Prinzip in Politik und Gesellschaft richtungsweisend geworden ist, tut Aufklärung darüber Not, was mit diesem Konzept auf den Menschen zukommt.
Rezension von Horst Hennert
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Barbara Rosenkranz, MenschInnen, Gender Mainstreaming, Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen, Graz 2008

Der geschlechtslose Mensch

So begründet die Autorin, die Mitglied der Niederösterreichischen Landesregierung ist und selbst zehn Kinder groß gezogen hat, das Anliegen ihres Buches damit, dass in einer Demokratie der Bürger das Informationsrecht hat zu wissen, was „von Staats wegen“ für ihn als gut erachtet wird. B. Rosenkranz macht schon in der Einleitung kein Hehl daraus, dass das Konzept des Gender Mainstreaming auf den neu zu formenden, geschlechtslosen Menschen abzielt.
Auch wenn sie als Österreicherin die Situation ihres Landes im besonderen beleuchtet, gelten doch, wie sie an den Gesetzestexten des Europaparlamentes belegt, ihre Aussagen genauso für Deutschland und die anderen europäischen Staaten.
Das „Barcelona-Ziel“

Unter dem Titel der Gleichberechtigung wurden in den letzten 20 Jahren mit Hilfe der feministischen Bewegung zunehmend Anstrengungen unternommen, möglichst viele Frauen in ein normales Beschäftigungsverhältnis zu bringen. So forderte 2002 der Europäische Rat in Barcelona eine Intensivierung der Beschäftigungsstrategie, die sich in seinem Beschluss 578/2003 unter dem Titel „Gleichstellung der Geschlechter“ zum Ziel setzt, dass sich bis 2010 schon 60 % der 15-64 jährigen Frauen in einem Beschäftigungsverhältnis befinden sollen und 33 % der Kinder unter drei Jahren und 90 % der Kinder über drei Jahren außer Haus betreut werden. Das „Barcelona-Ziel“ ist aber nur zu erreichen, wenn die „traditionellen, familiären Strukturen und Rollenmuster“ aufgelöst werden. Dazu muss der Mensch selbst geändert werden, und zwar mit der Methode des so nebulösen Begriffs Gender Mainstreaming.

Links zum Thema:
> Artikelserie "Natur gegen Gender" Teil 1 Teil 2 Teil 3 > Artikelserie "Die Genderideologie" Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 > Gender Mainstreaming - eine Ideologie wird durchgesetzt > Kreuz und "queer"

Grundlagen und Wurzeln des Gender Mainstreaming

Anhand beeindruckender Beispiele zeigt die Autorin, welche sogenannten wissenschaftlichen Versuche mit Menschen unternommen wurden, um zu belegen, dass das Geschlecht des Menschen austauschbar, da nur gesellschaftlich antrainiert worden ist. Von den zunächst gefeierten Erfolgsmeldungen hörte man nichts mehr, nachdem sie tödlich gescheitert waren. Die „Message“ blieb bestehen: „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es.“ (Simone de Beauvoir) In Anlehnung an ein materiell-marxistisches Menschenbild wurde diese Sicht vom Menschen Grundlage für die heutige Gender Mainstreaming-Strategie. Die Autorin verfolgt die heutigen Thesen zurück bis zu den Wurzeln bei Marx und Engels und belegt sie mit vielen Details.
Praktische Umsetzung des Gender Mainstreaming

In einem weiteren Kapitel legt die Autorin dar, wie weit die Theorien des Gender Mainstreaming schon in alle Bereiche der Gesellschaft eingedrungen sind, ohne auf ernsthaften Widerstand zu stoßen. Die staatliche Förderung aller Konzepte, die sich mit „geschlechtersensibler Jugend- und Erwachsenenarbeit“ schmücken, ist mehr als großzügig und kann dementsprechend auf breiter Front durchgesetzt werden. Von den staatlich bezahlten „Blüten“, die so etwas außerdem treibt, seien hier nur die Dresdener „gegenderten Ampeln“ mit Ampelfrauen genannt, sowie das Wiener Verkehrsschilder-Austauschprogramm, wo jetzt Männer statt Frauen mit kleinen Kindern an der Hand erscheinen etc.
Den „neuen Menschen“ verhindern

In einem letzten Kapitel gibt die Autorin einige Ratschläge, wie man sich und vor allem seine Kinder vor diesem Umerziehungsprogramm schützen kann. Dabei hält sie zunächst fest, dass es nur eine kleine, aber bestimmende Minderheit gibt, die diese „Segnungen“ des neuen Menschen wollen. Wichtig für eine klare Meinungsbildung sind in erster Linie die richtigen, sachkundigen Informationen. Schon von daher ist die Lektüre dieses Buches und die Auseinandersetzung mit den wirklichen Intentionen des Gender Mainstreaming eine dringende Notwendigkeit, vor allem für diejenigen, die etwas mit Kindererziehung zu tun haben, damit sie sich erfolgreich gegen diese von der großen Mehrheit nicht gewollten Umerziehung zur Wehr setzen können.

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