Wettbewerb zur Entwicklung neuer Familien unterstützender Dienstleistungen

Wettbewerb zur Entwicklung neuer Familien unterstützender Dienstleistungen
Die Robert Bosch Stiftung, die sich schon seit längerem durch Organisation von Diskussionsveranstaltungen und Durchführung von Studien zum Thema Demographie und Familienförderung engagiert, hat am 18. Juli einen Wettbewerb zur Entwicklung neuer Familien unterstützender Dienstleistungen ausgeschrieben.
Vor einigen Tagen gab die Robert Bosch Stiftung den Startschuss für einen Wettbewerb, der zu Ideen rund um neue bezahlbare Dienstleistungstätigkeiten zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf anregen will.
Hintergrund des Wettbewerbs

Der Wettbewerb soll dem Programm „Unternehmen Familie – Innovationen durch Familien unterstützende Dienstleistungen“ der Robert Bosch Stiftung zur Konkretisierung verhelfen. Dieses Programm ist Teil einer Studie zum Gesamtkomplex „Familie und demographischer Wandel“.
Diese Studie hatte unter anderem ergeben, dass in Deutschland durch Familien mit der genannten Doppelbelastung weit gehend ohne finanzielle Mehrausgaben nur durch einen Markt orientierten Ansatz geholfen werden kann und gleichzeitig nachhaltig Arbeitsplätze geschaffen werden.
Als staatliche Förderungsmaßnahme wird die volle steuerliche Absetztbarkeit bei Inanspruchnahme von Familien unterstützenden Dienstleistungen und die Halbierung der Sozialversicherungsausgaben für den Arbeitgeber Familie empfohlen.
Durch diese Privilegien für das „Unternehmen Familie“ erhofft man sich auch ein Zurückdrängen der bestehenden Schwarzarbeit im Bereich der familiennahen Dienstleistungen. Durch Ausbildungsangebote kann ebenfalls die Professionalisierung in diesem Bereich gefördert werden.
Teilnahmebedingungen

Angesprochen sind interessierte Kommunen, Unternehmen, Dienstleistungsagenturen und freie Träger, die ganz neue Vorhaben oder neue Module innerhalb bereits bestehender Projekte zur Verwirklichung dieses Zieles entwickeln und vorschlagen möchten.
Die Vorschläge können die Bereiche Haushalt (Reinigung, Einkauf, Wäschepflege und Kochen), Alten-und Krankenpflege sowie das vielschichtige Gebiet der Betreuungsbedürfnisse von Kindern verschiedener Altersstufen betreffen.
Stichtag für die Abgabe von Interessensbekundungen mit Projektskizzen im Wettbewerbsbüro ist der 14. September 2007.
Die Jury sollen namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik bilden. Es ist vorgesehen, dass sie bis Mitte Februar 2008 die zwölf besten Projektanträge auswählen und für eine Förderung vorschlagen wird.
Und die Gewinner...

Die 12 besten Projekte werden mit jeweils bis zu 150.000 Euro prämiert. Die Gelder werden Projekt begleitend bis Ende 2010 ausgezahlt.
Mit der Projektbegleitung und Koordination wurde das Institut für Organisationskommunikation (IFOK GmbH) beauftragt, das hierfür eine eigene Geschäftsstelle in Berlin eingerichtet hat. Dort können unter der Mailadresse info@unternehmen-familie.de weitere Informationen eingeholt werden.
Weitere Förderer und Gewinner

Gefördert wird das Projekt durch das Bundesfamilienministerium und die Europäische Union (Europäischer Sozialfond ESF). Schirmherrin ist Ursula von der Leyen, die hier – anders als beim „Kitazwang“ – ein Projekt fördert, das den Familien voraussichtlich eine große individuelle Nutzungsvariabilität bieten wird.
Gewinner des Wettbewerbs wären in diesem Sinne dann auch die Familien, die sich nicht scheuen sollten, auch selbst Anregungen, die ihren Bedürfnissen entsprechen, einzubringen. Durch die individuelle Inanspruchnahme von bezahlbaren qualifizierten Dienstleistungsbausteinen kann die Doppelbelastung Familie/Beruf eine deutliche Entspannung erfahren.
Die zwölf prämierten und damit zur Durchführung kommenden Projekte werden mit Spannung erwartet!
(Bild: GNU Free Documentation License)
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