Ehe- und Familiengemeinschaft (5)

Ehe- und Familiengemeinschaft (5)
Die Familie als "communio" verlangt gemeinsames Lösen aller auftretenden Probleme in gemeinsamer Verantwortung; dies betrifft zunächst die Eltern, aber auch die Kinder, wenn sie größer werden. Die leidige Frage, wer nun für welchen Bereich zuständig sei, ob die Frau im Haus und der Mann im Beruf draußen arbeiten solle oder umgekehrt, scheint dabei oberflächlich und müßig zu sein.
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Ehe- und Familiengemeinschaft (4)

Ehe- und Familiengemeinschaft (4)
Natürlich bleibt die Ehe eine Herausforderung - aber eine Herausforderung, die man nun leichter bestehen kann. Wird sie als "communio" verstanden und gelebt, so vollzieht sie sich als leiblich-seelisch-geistige Gemeinschaft auf allen Ebenen des Menschseins, und auf allen Ebenen bedeutet sie für die Gatten Selbsttranszendenz und Vereinigung. Dabei ist sie grundsätzlich offen für neues Leben; denn der jeweils andere wird als ganze Person, d.h. auch in seiner Fruchtbarkeit und in der möglichen Vater- bzw. Mutterschaft angenommen.
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Ehe- und Familiengemeinschaft (3)

Ehe- und Familiengemeinschaft (3)
Die Frage ist, auf welche Weise in Ehe und Familie Selbstbewusstsein und Selbstlosigkeit gleichermaßen gelingen können. Anders ausgedrückt: Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit Ehe und Familie tatsächlich einige elementare Bedürfnisse des Menschen befriedigen, die oberflächlich betrachtet sogar widersprüchlich erscheinen können - wie etwa der Wunsch nach emotionaler Heimat, nach Geborgenheit und Vertrauen und die ebenso starke Sehnsucht, selbständig und frei zu leben? Hier kann der Begriff der "communio" klärend wirken.
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Ehe- und Familiengemeinschaft (2)

Ehe- und Familiengemeinschaft (2)
Die "communio personarum" ist auf dem Hintergrund der theologischen Anthropologie Johannes Pauls II. zu fassen. Sie besagt, daß der Mensch (jeder Mensch) als Person an- und ernstgenommen wird. Als Person ist er vernunftbegabt, selbstbewußt, fähig sich zu besitzen, zu beherrschen und zu bestimmen. Ihm ist eine gewisse "Autoteleologie" eigen, d.h. er ist nicht nur begabt, sich in der Welt Ziele zu setzen, sondern auch für sich selbst Ziel zu sein. So strebt er danach, sich wohlzufühlen, die eigenen Talente zur Entfaltung zu bringen, als Gesamtpersönlichkeit zu reifen.
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Eheliche Liebe - eine Herausforderung (8)

Eheliche Liebe - eine Herausforderung (8)
Es gibt also unglückliche Ehen, das ist ein offenes Geheimnis. Aber es gibt auch sehr viele glückliche Ehen. Ob wir nun in der einen oder anderen Situation leben, als Christen haben wir immer ein Mittel, das uns ermöglicht, dem Partner sehr wirksam zu helfen. Manche Ehepaare haben es nach langen Jahren neu entdeckt. Ich meine das Gebet füreinander.
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Eheliche Liebe - eine Herausforderung (7)

Eheliche Liebe - eine Herausforderung (7)
Der Mensch braucht ein ganzes Leben, um reif zu werden. Er ist dabei auf die Hilfe anderer und, sofern er verheiratet ist, besonders auf die Hilfe seines Ehepartners angewiesen. Der Mann braucht die Unterstützung seiner Frau, und diese braucht die Unterstützung ihres Mannes, um die verborgenen Möglichkeiten zur Entfaltung zu bringen.
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Eheliche Liebe - eine Herausforderung (6)

Eheliche Liebe - eine Herausforderung (6)
Es wird deutlich, daß der eheliche Alltag sehr schön, aber auch recht anstrengend sein kann. Jeder erlebt Zeiten, in denen er schwach wird, sich gleichgültig fühlt, in denen er den Mut sinken läßt. Manchmal scheint es leichter, in äußere Korrektheit zu flüchten, als sich ständig neu auf den Partner einzustellen. Und es gibt nicht wenige Paare, die sich bewußt oder unbewußt diesen Lebensstil zu eigen gemacht haben.
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Eheliche Liebe - eine Herausforderung (5)

Eheliche Liebe - eine Herausforderung (5)
Wer liebt, der möchte das Glück des anderen. Deshalb beschäftigt er sich mit dem anderen, nicht etwa mit dem Genuß der eigenen Liebe. Der andere wird zum Gegenstand seines Denkens, Fühlens und Wollens, seiner Hoffnung und seiner Sehnsucht. Er lebt nicht nur mit ihm, sondern auch für ihn. Er möchte für den anderen dasein, ihm Gutes tun.
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Eheliche Liebe - eine Herausforderung (4)

Eheliche Liebe - eine Herausforderung (4)
In der ehelichen Gemeinschaft stehen zwei Menschen sich ohne Maske gegenüber. Jeder wird "um seiner selbst willen" geliebt, aufgrund dessen, was er ist, und nicht dessen, was er hat. Man braucht sich nicht zu rechtfertigen und zu verteidigen, nicht durch Leistungen die Gunst erwerben. Nach sechszehn Ehejaaren erzählte eine Frau: "Mein Mann sagt immer: 'Ich habe dich geheiratet, weil ich es als selbstverständlich betrachten wollte, daß du da bist.' Das klingt zwar nicht sehr charmant, doch er meint damit: 'Bei dir fühle ich mich wohl. Auf dich kann ich mich verlassen.
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Eheliche Liebe - eine Herausforderung (3)

Eheliche Liebe - eine Herausforderung (3)
"Ich liebe dich, weil du du bist" bedeutet: "Ich erkenne, wer du bist; ich erfasse dich in deinem unverwechselbaren Wesenskern - und ich bejahe dich so, wie du bist." Eheliche Liebe (wie überhaupt jede Liebe) hat zunächst einmal mit Erkenntnis zu tun: Nur wenn ich jemanden kenne, dann kann ich ihn lieben. Und wenn ich ihn liebe, dann möchte ich ihn immer mehr kennenlernen.
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