50 Jahre nach „FEMININE MYSTIQUE“- (Der Weiblichkeitswahn)

Eine Ökobilanz des Feminismus - Frauen laufen Zielen hinterher, die sie nur noch einsamer und zerrissener bei ihrer Suche nach Selbstverwirklichung werden lassen. - In ihrer Einführung zur 10-jährigen Jubiläumsausgabe von The Feminine Mystique schrieb die Autorin Betty Friedan: „Man hat Angst, wenn man einen neuen Weg bahnen will, den vorher noch niemand gegangen ist. Man weiß nicht, wie weit er einen führt, bis man zurückblickt und realisiert, wie weit, wie entsetzlich weit man gegangen ist.“

von Nicole M. King
---
Wie recht sie doch hatte. 40 Jahre nach diesem Statement und 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung von The Feminine Mystique hat der Weg, zu dem sich Friedan aufmachte, Frauen an Orte geführt, die sie vorher nie betreten hatten. In immer größerer Zahl bevölkerten sie Arbeitsplätze und Forschungseinrichtungen aller Art, doch ging diese Entwicklung Hand in Hand mit sinkenden Geburtenraten, Ehescheidungen und Abtreibung „on demand“. Die emotionalen Konsequenzen für die Frauen waren alles andere als rosig. Stevenson und Wolfers berichten, dass, ungeachtet der Tatsache, dass alle objektiven Parameter weiblicher Zufriedenheit eine positive Entwicklung genommen haben, ihr subjektives Wohlbefinden im Allgemeinen, wie auch das Verhältnis zu männlichen Partnern sich seit den 1970er Jahren negativ entwickelt haben. Zum ersten Mal seit 35 Jahren geben Männer ein höheres Wohlbefinden an als Frauen.
Friedans Diagnose des „namenlosen Problems“, des Gefühls der Sinnlosigkeit von Frauen, war berechtigt, doch ihre Ratschläge desaströs. Der Weg, den Betty Friedan und die Feministinnen der Folgegeneration pflasterten, führte Frauen zu neuen, unvertrauten Lebensformen, löste jedoch die eigentlichen Probleme nicht. Im Folgenden sieht man an Hand einer Betrachtung der drei Lebensabschnitte: die Erziehung, die fruchtbaren Jahre und „das leere Nest“, dass die Versprechungen der Feministinnen unerfüllt blieben, weil Frauen einer Vorstellung von Weiblichkeit nachgelaufen sind, die sie nur noch einsamer und zerrissener bei ihrer Suche nach Selbstverwirklichung hat werden lassen.
Erziehung
Friedan beklagt immer wieder die von ihr so genannte „Erziehung zur Sexualität“ der Frauen. Im Zuge der Recherche zu ihrem Buch unter Studentinnen fand sie heraus, dass diese in erster Linie studierten, um eine möglichst gute Partie zu machen. Friedan war entsetzt. Als sie zur Uni ging, so schreibt sie, standen die Frauen vor den Hörsälen herum und diskutierten stundenlang über Krieg, Ehe, Sex und Kunst. Die Studentinnen von 1963 waren einfach zu beschäftigt mit Nagellack und mit Jungs, um darüber hinaus noch Zeit zu finden, sich um das Ende der westlichen Zivilisation zu sorgen.
Friedan argumentiert, dass Frauen in diese Situation kamen, weil sie immer nur auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter hin erzogen wurden und fordert deshalb eine Erziehung, die Frauen auf eine sinnvolle berufliche Tätigkeit außerhalb des Hauses vorbereitet. Frauen sollten nicht zur Uni gehen, um irgendwelchen schöngeistigen, aber nutzlosen Studien zu frönen, sondern um einen Abschluss zu erreichen, der sie zu einer beruflichen Karriere befähigt. Damit sie dazu in der Lage sind, müssen sie lernen, ihre sexuellen Bedürfnisse außerhalb der Ehe auszuleben. Auch wenn sie es nicht explizit sagt, ist ihre Botschaft, dass Verhütung ein notwendiger Schritt zum Erfolg ist.
Diese Lektion haben Frauen nur allzu gut begriffen. Wir sehen eine neue „Erziehung zur Sexualität“, die jungen Mädchen nahelegt, sich vor der Ehe sexuell zu betätigen, einzig wichtig ist nur, dass sie sich vor ungewollter Schwangerschaft schützen. Staatliche Behörden tun das Ihre, diese neue Sexualerziehung durchzusetzen. So empfiehlt die American Academy of Pediatrics den Ärzten, Mädchen beim Eintritt in die Pubertät, bevor sie sexuell aktiv werden, sozusagen als „Notfallmaßnahme“, die „Pille danach“ zu verschreiben. Die Gesundheitsämter dieser Organisation empfehlen zudem, Mädchen und Jungen ab 11 oder 12 Jahren vorsorglich gegen HPV (HumanPapillomaViren) zu impfen.
Diese „Erzieher“ leisten gute Arbeit, wie der aktuelle Verbrauch von Kontrazeptiva zeigt. Das National Center for Health Statistics berichtet, dass 61,8% der Frauen im Alter von 15-44 Jahren verhüten und 98% der Frauen, die je Geschlechtsverkehr hatten, verhütet haben. Unter diesen sind Frauen mit höherer Schulbildung eher geneigt, sich zu „schützen“. Ihre Töchter sind zu 83,9% beim ersten Verkehr durch geeignete Verhütung „geschützt“. Doch trotz aller Verhütungsmaßnahmen waren 41% aller Geburten 2011 von unverheirateten Müttern. Ungeachtet der Tatsache, dass die Forschung überwältigende Beweise liefert, dass die Ehe das beste Umfeld für Kinder bietet, scheint also Sexualität ebenso wenig mehr zur Ehe zu gehören, wie Kinder.
Die Förderung von schrankenlosem Sex hat vielfach verhindert, dass Ehen überhaupt geschlossen wurden und bereits bestehende Ehen beschädigt. Eine Studie weist aus, dass Frauen, die vorehelichen Sex hatten, häufig, und Frauen, die unter 18 Jahren Sex hatten, doppelt so häufig geschieden werden. Frauen werden also ermuntert, vor der Ehe sexuell aktiv zu sein. Man sagt ihnen, es fördere ihre Karriere, Ehe- und Kinder-Wunsch hintanzustellen. So setzen sie ihren Körper chemischen oder chirurgischen Behandlungen aus, um eine Lebensweise zu führen, die neben ihrer Gesundheit, eine künftige Ehe in Gefahr bringt.
Die fruchtbaren Jahre

Einmal erwachsen, kreuzten Frauen in den 1960er Jahren auf Formularen gern als Beruf „Hausfrau“ an. Ein Kult von Weiblichkeit und Mutterschaft hatte sich entwickelt, der die Frauen an den heimischen Herd bannte. In dieser Zeit büßte jedoch der Beruf der „Hausfrau“ immer mehr an Sinnerfüllung ein. Friedan stellte treffsicher fest, dass der Konsumismus auf dem Vormarsch war: „Warum traut sich niemand zu sagen, dass die Schlüsselfunktion, die wirklich wichtige Rolle der Frau als Hausfrau, die ist, mehr Dinge für den Haushalt anzuschaffen. In all dem Geschwätz über Weiblichkeit und Frauenrollen wird übersehen, dass das eigentliche Business der USA das Business ist.“
Das häusliche Umfeld war nicht länger der Ort, an dem eine Frau Sinn und Erfüllung finden konnte. Der Staat hatte für den größten Teil der Zeit Erziehung und Fürsorge für die Kinder an sich gezogen. Der Ehemann verbrachte die meiste Zeit des Tages im Büro oder einer Arbeitsstelle, die u.U. weit entfernt war. Das Haus produzierte keine Bedürfnisse. Friedans Lösung für die wachsende Bedeutungslosigkeit des Haushaltes war die Empfehlung an Frauen, es ebenso zu verlassen, wie es die Männer tun. „Suche Sinn in einem geeigneten Beruf“, so ihr Rat „und beschäftige Hilfen für Kinder und Haushalt.“
Die Frauen nahmen ihre Empfehlungen an, sie überließen zunehmend Haus und Kinder fremder Fürsorge und suchten Sinnerfüllung in einem Beruf. Vielen dämmerte jedoch bald, dass solche Karrieren meist weniger sinnstiftend sind, als erhofft und dass der Mutterinstinkt vieler Frauen nicht durch Arbeit unterdrückt werden konnte, der sie mehr als alles andere antreibt für die Kinder da zu sein und zu sorgen. Kay Hymowitz beschreibt in “The Plight of the Alpha Female”, dass „Frauen weniger gewillt sind, als Männer, anzunehmen, dass Macht und Status es wert sind, ein gutes Verhältnis zu den eigenen Kindern zu opfern“. Frauen, sagt sie, ziehen es im Allgemeinen vor, bei ihren Kindern zu sein, statt ihre Zeit in Meetings und Konferenzen zu verbringen.
Hymowitz verweist auch auf interessante Statistiken, die belegen, dass Frauen bei der Planung ihrer intensivsten Karrierejahre die Möglichkeit, ein Kind zu bekommen, einschließen. Eine Umfrage von Psychologen der University of Wisconsin unter Studentinnen ergab, dass die Meisten sich bereits mit dem Gedanken vertraut gemacht hatten, ihre Arbeitsstunden zu reduzieren, wenn sich Nachwuchs einstellen sollte. In einer Befragung von 1000 Müttern ermittelte Forbes, dass nur 10% derer, die ihrer Kinder wegen den Beruf aufgegeben hatten, lieber weitergearbeitet hätten, jedoch etwa die Hälfte der Mütter, die weiter arbeiteten, wünschte, zu Hause bleiben zu können. Es gibt unzählige Studien, die belegen, dass die überwiegende Zahl der Frauen Kinder wollen und dann auch die meiste Zeit mit ihnen verbringen möchten.
Diese Realität wird noch deutlicher, wenn man sich die von Hymowitz so genannten Alphafrauen anschaut, die es auf jedem Karriereweg bis zu Spitze schaffen. Unter den CEO’s der 500 besten Konzerne sind nur 4% weiblich, was Hymowitz mit dem Wunsch der Frauen begründet, solche Karrieren mehr als alles andere zu meiden, was übrigens auch für die Politik gilt. Wenn auch die Daten zeigen, dass Frauen immer noch Kinder wollen und sie zu Hause erziehen möchten, bleibt die Tatsache, dass weniger Frauen weniger Kinder gebären. Das Alter, in dem Frauen ihr erstes Kind bekommen, liegt in den USA im Mittel bei knapp über 25 Jahren, dabei belegen die Daten für 2011, dass Geburtenraten von Frauen zwischen 30 und 34 Jahren höher sind, als die von 20 bis 24jährigen. Die Geburtenrate aller Frauen von 15 bis 44 liegt in den USA bei 63,2% pro 1000 Frauen, was einer Reproduktionsrate von 1,9 entspricht. Frauen verzichten also ganz auf Kinder oder gebären spät.
Was die Daten nicht aussagen, ist, wie viele Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 44 gern noch Kinder geboren hätten, nachdem sie einen Kinderwunsch bis in ihre 30er Jahre aufgeschoben hatten. An Hand von mathematischen Modellen wurde ermittelt, dass 95% der Frauen über 30 nur noch über eine Ei-Reserve von ca.12% verfügen. Wegen des immer populärer werdenden späten Kinderwunschs müssen zu seiner Erfüllung häufig künstliche Reproduktionshilfen, wie IVF eingesetzt werden, deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Kind immer noch schwer einzuschätzen sind. Ironisch, aber auch traurig ist, dass Frauen oft zu spät erkennen, dass eine Super-Karriere doch weniger erfüllend ist, als angenommen und gleichzeitig gewahr werden, dass ihre Fruchtbarkeit im Schwinden begriffen ist.
Die andere Gruppe in der Kategorie der Karriere-Frauen ist die, die Kinder haben und darüber hinaus überzeugt sind, auch einen anspruchsvollen Job ausfüllen zu können. Ein Beitrag von Anne-Marie Slaugher hat kürzlich die Debatte über Vereinbarkeit von Familienleben und Karriere befeuert.
Immer mehr Frauen geben zu, dass der Wunsch, „alles zu haben“, in die Irre führt; die so beanspruchten Frauen spüren meist Schuldgefühle, weil sie ihre Kinder oft und lange allein lassen müssen, Schuld, die Männer kaum in gleicher Weise empfinden. Frauen, die es auf sich nehmen, eine 60-Stunden Arbeitswoche mit Fußballtraining, Schule und Musikunterricht ihrer Sprösslinge in Einklang bringen zu wollen, finden sich aufgerieben zwischen zwei Lebenswelten, die frustrierende innere Konflikte provozieren. Es ist deshalb vorhersehbar, dass „Alphafrauen“ sich fast immer entscheiden, kinderlos zu bleiben.
Das leere Nest

Im Zuge ihrer Interviews fand Friedan heraus, dass viele Hausfrauen sich vor dem Augenblick fürchteten, da die Babys das Haus verlassen. Eine sagte, dass sie ihre Nachbarin, eine Innenarchitektin, beneide: „Sie weiß, was sie will. Ich weiß es nicht, habe es nie gewusst. Als ich schwanger war und hatte ein paar Kinder, da war ich jemand, eine Mutter. Nun, da ich älter bin, habe ich keine Aufgabe mehr.“
Die Amerikanerin von heute sieht sich vielleicht mit einer noch härteren Realität konfrontiert. 1963 hatten die Frauen für gewöhnlich Kinder, sogar viele Kinder. Wenn die Mutter älter wurde, lebten meist immer noch eines oder zwei in ihrer Nähe, wohl auch mit Enkelkindern. Nun, da das erste Kind, wenn überhaupt, spät geboren wird und zudem die Geburtenrate rückläufig ist, sehen sich Mütter zunehmend allein in einer verletzlichen Lebensphase. Wenn nur noch zwei Kinder geboren werden, schwinden die Chancen, dass sich die Familie zumindest eines Kindes in der Nähe der Eltern ansiedelt. Werden Kinder spät geboren, können Eltern meist nicht davon profitieren, dass Oma und Opa die Kinder hüten, was die Eltern entlastet und den Großeltern Freude und emotionale Gesundheit beschert.
Zusätzlich zur Kinderlosigkeit kommt es häufig bei Frauen der sogen. Baby-Boomer-Generation zu Scheidungen. Susan Brown and I-Fen Lin konnten nachweisen, dass zwar die Scheidungsraten in den letzten 20 Jahren mehr oder weniger stabil geblieben sind, doch dass die Anzahl der Scheidungen sich bei Paaren über 50 verdoppelt haben, die sogen. Grauen Scheidungen. Die meisten dieser Scheidungen betreffen bereits einmal Wiederverheiratete, deren Ehen leichter zerbrechen als erste Ehen. Alle gesundheitlichen, emotionalen und ökonomischen Umstände einer Scheidung treffen besonders Frauen in einem Lebensalter, das mit großen Umbrüchen einhergeht und in dem die Gesundheit oft schon angeschlagen ist. Ein Aspekt, der besonders Frauen betrifft, die oft kaum Rentenansprüche erwerben konnten, ist die finanzielle Absicherung. Die ökonomischen Folgen einer Scheidung sind beträchtlich.
Genau in dem Lebensabschnitt, in dem eine Frau endlich einmal ausruhen und die Früchte eines anstrengenden Lebens genießen, dabei aber auch noch ihrer Familie nützlich sein könnte, sieht sie sich immer mehr isoliert. Jetzt, in ihren goldenen Jahren sieht sie kaum mehr Sinn in ihrem Leben und findet diesen auch nicht in Arbeit oder Familie.
Nach Friedan

Die von Betty Friedan beschriebenen Probleme sind durchaus Realität. Industrialisierung und Konsumismus der 1950er Jahre führten dazu, dass der Haushalt zu wenig mehr als einem komfortablen Hotel mutierte, wo die Familienangehörigen schliefen, allein oder gemeinsam eine oder zwei Mahlzeiten zu sich nahmen, sonst jedoch die Zeit auf ihrer Arbeitsstelle verbrachten. Es muss einen nicht verwundern, dass Frauen sich in ihrer Rolle als geschätzte Konsumentin eingeengt und unausgelastet fühlten. Für Friedan war oberstes Ziel einzig und allein die Selbstverwirklichung der Frau. Frauen können sich nicht selbst verwirklichen, so ihre Überzeugung, solange sie keine angemessen bezahlte Funktion in der Wirtschaft einnehmen. Das eigene Heim konnte der Frau keine Selbstverwirklichung mehr bieten. Doch welche Selbstverwirklichung können Frauen, die Friedans Ratschlägen gefolgt sind und dann geschieden, kinderlos, ohne Enkel leben, letztendlich erreichen?
Moderne Frauen, die neben einer beruflichen Karriere auch noch eine Familie emporbringen wollen, befinden sich in einem Dauerkonflikt mit der eigenen Natur. Denn die meisten, wenn nicht alle Frauen, spüren ein starkes Bedürfnis, Kinder zu haben und für sie zu sorgen. Der Versuch, Berufswelt und Sorge für die Familie miteinander zu verbinden, stresst und ermüdet Frauen und nährt den Wunsch, belegt durch mehrere Studien, zu Hause bei ihren Kindern zu sein. In späteren Jahren leben viele dieser Frauen oft allein, getrennt von ihren Kindern und geschieden von ihrem Mann.
Es geht uns heute nicht besser, als 1963 und in vielen Fällen sogar schlechter. Wo könnte eine Lösung zum Besseren liegen? Wie können Frauen wieder Sinn finden in der Rolle als Ehefrau und Mutter? Das Problem ist sicher nicht mit dem Geschlechtsunterschied zu begründen, wie Friedan annahm, eher trifft Wendell Berrys Einschätzung in The Unsettling of America zu, dass es hier um eine „Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung“ geht.
Bestimmte Arbeiten waren immer geschlechtsspezifisch, sagt Berry. Frauen waren auf die Arbeit im Hause fokussiert, Männer dagegen auf Arbeiten außerhalb des Haushalts. Erst die Industrialisierung hat die Trennung der Arbeitsbereiche der Geschlechter so deutlich gemacht. Männer haben das Haus verlassen, um Geld zu verdienen, Frauen dagegen oblag weiter die Hausarbeit, die mehr und mehr automatisiert und dadurch erleichtert wurde. „Das Heim“, so Barry, „wurde zu einem Ort, den der Mann nach der Arbeit aufsuchte, um sich zu entspannen. Es war aber auch der Ort, an dem die Frau wie eine Sklavin gehalten wurde.
Der einzige Weg, über den beide Geschlechter zu einer erfüllten Arbeit finden, ist der, die Arbeit wieder zu humanisieren, das Zuhause muss wieder den ihm gebührenden Platz in der Gesellschaft einnehmen und Männer wie Frauen die Rollen ausfüllen, die ihnen zukommen. Um dies zu erreichen, müssen Männer und Frauen Entscheidungen treffen, die gegen den Strich gehen. Einen eigenen Garten bewirtschaften, die Kinder zuhause unterrichten, ein eigenes kleines Business von zuhause aus betreiben, für die Firma im Home-Office arbeiten, all dies sind Wege in die richtige Richtung. David Houle beschreibt in seinem Buch The Shift Age , dass sich ein Wandel in der amerikanischen Arbeitswelt vollzieht, bei dem immer häufiger auf hierarchisch strukturierte Systeme und eine Büroumgebung verzichtet wird, in denen die Menschen die Ergebnisse ihrer Leistung nicht sehen können und ein Trend zu vernetzter, projektbasierter Arbeit zu verzeichnen ist, die offener ist für eine intelligente Verbindung von Arbeits- und Familienleben.
Es ist zu hoffen, dass dieser Trend sich fortsetzt. Bis das häusliche Leben wieder produktiv wird, werden wir weiterhin diesem „namenlosen Problem“ (Friedan) begegnen, das entsteht, wenn Frauen ein Leben führen, dass ihrer menschlichen Natur und ihren Gaben nicht gerecht wird.
---
Nicole M. King ist Chefredakteurin von The Family in America. 
Dieser Beitrag wurde ursprünglich in The Family in America, einem MercatorNet Partner, veröffentlicht und wird hier mit Erlaubnis publiziert.
Taxonomy upgrade extras: