Frauen wie Frauen - Männer wie Männer

Frauen wie Frauen - Männer wie Männer
Frauen müssen wieder Frauen werden – Männer wieder Männer. Im Magazin Cicero wagt sich die Tagesschausprecherin und Talkshowmoderatorin Eva Herman an ein brisantes Thema heran. Ihre These: Die Deutschen sterben aus – und das könnte daran liegen, dass der Feminismus die Frauen zwischen widersprüchlichen Rollenanforderungen zerrieben und für die Mutterrolle unbrauchbar gemacht hat.
Nach einigen Jahrzehnten beruflichem Kampf gegen die Männer seien die Frauen nun mit ihren Kräften am Ende: "Sie sind ausgelaugt, müde und haben wegen ihrer permanenten Überforderung nicht selten suizidale Fantasien."
Wenn die berufstätigen Frauen überhaupt Kinder bekommen, gebe es eine starke Gefahr der Verwahrlosung. "Bei beinahe der Hälfte aller Kinder in Deutschland werden anlässlich der vorschulischen Untersuchungen wegen fehlender Bemutterung deutliche Defizite wie motorische oder sprachliche Störungen, kognitive Enwicklungsbarrieren und verhaltensauffälliges Benehmen festgestellt."
Deswegen – so Herman – sollte man schleunigst zur klassischen Rollenaufteilung zurück finden. Die Frauen sollten sich lösen von "Selbstgefälligkeit und Eitelkeit", dünkelhaftem "Glauben an unsere nahezu übernatürlichen Kräfte, in Selbstüberschätzung und unreflektierter Emanzipationsgläubigkeit". Dass es relativ wenige Frauen in den Führungsetagen gebe, sei kein Systemfehler oder Abblockung, sondern die Bestätigung dafür, dass die Fähigkeiten der Frauen woanders liegen.
Der Ort der fraulichen Entfaltung sei das zu Hause. Die Frau sei in Ergänzung zum Mann "der empfindsamere, mitfühlende, reinere und mütterliche Teil". Die Rollenaufteilung habe sich seit Jahrhunderten bewährt und "in der Regel für Frieden und Harmonie in den Familien gesorgt." Seit einigen Jahrzehnten "verstoßen wir Frauen zunehmend gegen jene Gesetze, die das Überleben unserer menschlichen Spezies einst gesichert haben", schreibt Herman. "Warum versklaven sich Frauen, nur, um ihre Kinder los zu werden?".
Allerdings bedeute dies nicht, dass Frauen im Hausfrauen- und Mutterdasein ihre einzige Erfüllung finden müssten: "Es ist selbstverständlich, dass Frauen etwas lernen, dass sie sich weiterbilden und Aufgaben auch außerhalb der Familie übernehmen, wenn sie das Talent dafür haben. Doch all das sollte in Maßen geschehen."
Der Mann – so Eva Herman – sei von weiblich-beruflichem Karrierestreben stark verunsichert worden. Konsequenz: " ... mit diesem Handeln, auch das ist nur logisch, lähmen wir jede starke Männlichkeit in unseren Partnern, die wir uns in der Tiefe unserer Seelen sehnlichst wieder herbeiwünschen."
Wenn beide Geschlechter die Versorgerrolle übernehmen, dann wird "die Frau zur Konkurrentin des Mannes". Dann scheint keine normale Beziehung mehr möglich, dann "spürt er weder Bindung noch Verantwortung für sie".
Frauen, die sich militant emanzipatorisch gebärdet haben, hätten nie eine Ahnung von wirklichem Glück gehabt. Ein Baby zu bekommen, einen liebenden Mann zur Seite zu haben – das sei das Größte. Die Emanzen von damals schweigen heute zur grauen Zukunft Deutschlands. Ihr Lebensabend werde „in vielen Fällen eine Zeit des schmerzvollen Nachdenkens und der tiefen Reue werden."
(Cicero, Gedruckte Ausgabe, "Die Emanzipation – ein Irrtum?", 27.4.2006)
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Eva Herman im Cicero
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