Die Karwoche mit "univ" in Rom

„univ2006“? Also „2006“ lässt sich ja noch leichter erklären, aber dann wird es da schon etwas schwieriger. „univ“ steht im umfassenderen Sinne für „university“ und damit für Studenten. Um genau diese Gruppe geht es auch bei „univ“. „univ“ ist ein Kongress von Studenten, der dieses Jahr zum 39igsten mal stattfindet und das immer in der Karwoche in Rom.
Rom und Karwoche? Vielleicht für einige eine sehr extreme Vorstellung und wahrscheinlich eine etwas voreingenommene, denn Rom heißt ja mehr oder weniger Kultur, Römer, Stress und der Papst. Wenn dann noch der Begriff Karwoche hinzukommt, dann macht sich vielleicht bei einigen allmählich eine leichte Vorahnung breit, worum es gehen könnte, oder lässt andere, die heute wahrscheinlich eher in der Mehrheit in der weiten Welt sind, fragen: „Was ist denn Karwoche?“ oder noch eher „Kannst du mir ein Foto vom Kolloseum mitbringen?“. Wenn man das ganze noch etwas weiter verfolgt, würden dann jetzt noch die Ratschläge kommen, an welchen Plätzen man unbedingt ein Foto machen muss und wo man sich vor den bekannten Trickbetrügern in Acht nehmen muss.
Zweifelsohne gehört auch das mit nach Rom und zur Karwoche und auch zu „univ2006“, aber es ist nicht der eigentliche Schwerpunkt dieses Kongresses. Dieser stand dieses Jahr unter dem Motto: „Projecting Culture – the language of media“.
An diesem Kongress nehmen Jugendliche und Studenten aus aller Welt teil und erleben neben sehr guten Vorträgen von renommierten Gastrednern auch die Karwoche an einem Ort, an dem man sie als Christ wohl tiefgründiger nirgendwo anders in diesem Maße wahrnehmen und leben kann.
Grob zusammengefasst „univ“ ist ein Mix aus antiker Kultur in einer der schönsten Städte, einem Austausch Jungendlicher aus aller Welt und der Teilnahme an der wohl wichtigsten Woche im katholischen Glauben.
Aber das ist nur ein Teil des ganzen und auch nur eine sehr grobe Zusammenfassung, denn des weiteren ist es zur Tradition geworden, dass die Teilnehmer des Kongresses jedes Jahr vom Papst empfangen werden und an dieser Stelle kann man vielleicht den Weltjugendtag anführen, der zwar in sehr viel kleinerer Form dann angeführt werden muss, aber dennoch dürfte die Stimmung unter den Studenten und Jugendlichen zu vergleichen sein.
Gut kann man jetzt sagen, noch so etwas christliches und katholisches, das einem noch mehr in der Freiheit einschränkt und heutzutage braucht man den lieben Gott nicht mehr und sowieso ätzend ist das ganze ja schon immer gewesen...
Ich sage zu diesen Leuten gut, kann man so sehen, aber das, was ich hier schreibe ist nicht an Leute gerichtet, die sich vom „Hören-Sagen“ eine Meinung bilden, sondern das hier richtet sich an Menschen, die auf der Suche sind, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Ob es dann ein Christlicher ist, das ist jedem freigestellt, aber mehr als eine Alternative ist es sicherlich!
Für mich waren die Gesichter der Jugendlichen und der tiefe Glaube, der verbunden mit allem, was das Jungsein mit sich bringt gelebt wird, die Anregung für diesen Bericht. Denn mir haben diese Gesichter Zuversicht gegeben, dass ich auch in einem Missionsland, wie Deutschland, in dem zumindest mir manchmal doch Zweifel kommen, ob das alles noch sein kann, meinen Glauben leben kann und auch muss, um anderen eine Alternative zu zeigen und sie vielleicht zum Nachdenken zu bewegen, denn das alleine ist es schon Wert!
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