Die Gender-Ideologie (Teil 3)

Das 2004 erschienene Dokument der Glaubenskongregation über die Zusammenarbeit von Männern und Frauen beginnt mit einer kurzen Diskussion über solche Denkströmungen, „deren Ideen oft nicht mit den genuinen Zielsetzungen der Förderung der Frau übereinstimmen“. Lesen Sie den letzten Teil der Serie (von Dale OLeary, DT vom 09.04.2005).
In dieser Diskussion hat die Kirche einiges zu bieten
Die katholische Kirche kann nicht neutral bleiben, wenn im Namen der Frau Angriffe gegen die Familie, die Ehe, die Mutter- und Vaterschaft, die Sexualmoral oder das ungeborene Leben geführt werden. Die Kirche verurteilt unmissverständlich jede Misshandlung von Frauen, die innerhalb der Familie stattfindet, aber die Antwort darauf kann nicht die Zerstörung der Familie sein. Wenn die Gesellschaft Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe, Abtreibung, eine Verhütungsmentalität oder die Scheidung begünstigt, dann haben die Frauen darunter zu leiden. Wenn die Ehe respektiert und Anstand die Norm ist, wird die Würde der Frau geschützt.
Die Solidarität zwischen Ehemann und Ehefrau in der Familie und zwischen Mann und Frau in der Gesellschaft ist entscheidend für ihre fruchtbare Zusammenarbeit. Ein endloser sexueller Klassenkampf wird nicht zur Befreiung der Frau führen. Eine falsche Anthropologie, welche die Verschiedenheit der Geschlechter leugnet, bringt die Frauen in die wenig beneidenswerte Lage, dass sie entweder versuchen müssen, männliches Verhalten zu imitieren oder ihre Energie in dem vergeblichen Versuch vergeuden, Männer in Pseudofrauen zu verwandeln. Eine Frau, die die Verschiedenheit zwischen den Geschlechtern versteht und akzeptiert, hat die Freiheit, mit Männern zu arbeiten, ohne ihre eigene Persönlichkeit preiszugeben.
Die Gender-Perspektive ist eine Sackgasse. Wertvolle Ressourcen werden verschwendet, wenn man den natürlichen Wunsch der Frau, Mutter zu sein, bekämpft. Die Förderung von Vaterschaft, Mutterschaft, Familie und Ehe unterwandert in keiner Weise die wesentliche Gleichheit, die Rechte oder die Würde der Frau. Die Anerkennung von Unterschieden zwischen Männern und Frauen und die zentrale Bedeutung der Familie für die Gesellschaft legen nur die Parameter für die Diskussion fest. Es wird immer noch notwendig sein, zwischen wirklichen Unterschieden und entwürdigenden Stereotypen zu unterscheiden. Und es ist immer noch wichtig, das Recht von Männern und Frauen auf untypische Karrieren zu verteidigen sowie die Frauen vor Ungerechtigkeit und Misshandlungen zu schützen.
In dieser Diskussion hat die Kirche einiges zu bieten. Der wiederholte Solidaritätsaufruf des Heiligen Vaters bietet eine Alternative zum endlosen Klassenkampf. Diejenigen, die eine wirklich frauenfreundliche Gesellschaft schaffen wollen, werden in dem Werk „Liebe und Verantwortung“, das der Heilige Vater noch als Bischof geschrieben hat, einen Leitfaden finden. Die Verurteilung eines jeden Verhaltens, das Personen wie Objekte behandelt, durch Johannes Paul II. wird bei allen Frauen Resonanz finden, die die Last des sexuellen und ökonomischen Utilitarismus spüren.
Die fruchtbare Zusammenarbeit von Männern und Frauen muss auf der Wahrheit über die menschliche Person aufbauen. Zwei Geschlechter, verschieden und gleichwertig, offenbaren das Abbild und die Ähnlichkeit Gottes und sind Teil der Güte der Schöpfung. Gott, der den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, der Ehe und Familie begründet und die Gesetze erlassen hat, welche die Moral bestimmen, ist unfähig zur Ungerechtigkeit. Daher haben Frauen von einer Kultur nichts zu befürchten, welche die Verschiedenheit von Männern und Frauen versteht und würdigt.
Die Autorin ist Publizistin, lebt in den Vereinigten Staaten und setzt sich seit Jahren für den Schutz der Familie vor radikalfeministischen Angriffen ein.
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