Tipps für den Umgang mit dem Internet

Tipps für den Umgang mit dem Internet
Die beiden Kinder auf dem Bild tragen dunkle Sonnenbrillen, weil sie Ihre Augen vor der starken UV-Strahlung im Gebirge schützen müssen. Wahrscheinlich sind die Kleinen nicht selbst auf die Idee gekommen. Die Eltern haben ganz einfach ihre Pflicht getan. Sie schützen ihre Kinder vor Schaden. Es gibt "Strahlen", die noch tiefere Schäden verursachen können: Bilder, Filme, Texte aus dem Internet. Was tun wir, um unsere Kinder zum einen an dieses großartige Medium heranzuführen, sie zum anderen aber vor "Müll" zu schützen? Im folgenden einige Tipps vom Experten.
1. Machen Sie sich selbst fit für das Internet. Lernen Sie seine Möglichkeiten kennen. Das ist entscheidend. Nur so können Sie Ihre Kinder begleiten.
2. Stellen sie den Computer mit Internetanschluss in einen allgemein zugänglichen Raum. Es sollte ein Ort sein, wo man immer wieder vorbei geht. Man sieht, was die Kinder machen und kann sich jederzeit "einklinken". Gravierend unverantwortlich wäre es, wenn man einem Kind den Internet-Anschluss ins Zimmer legt.
3. Verbringen Sie Zeit mit Ihren Kindern am Internet. Lassen Sie sich von ihnen Sachen zeigen. Suchen sie gemeinsam Dinge für die Familie - beispielsweise einen Ort für die Ferien.
4. Legen Sie einen Stundenplan für das Arbeiten mit dem Internet fest. Das empfiehlt sich übrigens auch für das Fernsehen. In manchen Familien wird ein solcher Plan von Eltern und Kindern gemeinsam entwickelt. Auch die Eltern halten sich daran und gehen so mit gutem Beispiel voran.
5. Bringen Sie den Kindern bei, etwas Sinnvolles mit dem Internet zu tun. Einfaches Drauflos-Surfen ist nicht förderlich. Sie sollen lernen, gezielt und bewusst Informationen zu suchen und auszuwerten - für die Schule, für ihre Hobbies.
6. Es gibt einige Internet-Features, deren Nagativ-Potential man unbedingt kennen muss. Für Kinder sind die sog. Chats besonders anziehend. Es gibt unzählige Chatrooms, die übrigens von Mädchen weit mehr genutzt werden als von Jungen. Das Problematische dabei ist, dass in den Chats in der Regel sehr persönliche Informationen weiter gegeben werden. Oft weiss man nicht, wer mit einem chattet. Kinder könnten sich gar per Chat mit Unbekannten verabreden. Sagen Sie Ihren Kindern: Nie Verabredungen über das Internet eingehen! Sie sollen die Eltern unbedingt informieren, wenn eine unbekannte Person ihnen ein Treffen vorschlägt.
7. Bringen Sie Ihren Kindern bei, NIE persönliche Daten im Internet weiter zu geben: Adresse, Telefon, Namen, e-mail-Adrese. Denken Sie daran: Ihr Kind kann im Netz wie ein Erwachsener auftreten. Es gibt viele WebSites, die alle möglichen Tricks anwenden, um an persönliche Daten zu kommen. Die geringste Folge wird eine wachsende Anzahl von Werbemails oder Telefonanrufen sein. Achtung: Jugend-WebSites wie die von BRAVO haben einen Community-Teil, in dem Ihre Kinder nach allen möglichen Daten gefragt werden (Geschlecht, Geburtstag, e-mail, Land, PLZ - über die PLZ werden Kontakt-Plattformen realisiert. In den Geschäftsbedingungen steht: "Wir versichern, diese Daten nur für BRAVO.de zu nutzen und sie nicht an Dritte weiterzugeben, sofern dies gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstößt". Aber selbst diese Nutzung ist weitreichend - wir werden darüber berichten). Sagen Sie Ihrem Kind: Wenn es sich irgendwo registrieren will, soll das mit Ihnen gemeinsam geschehen.
8. Schaffen Sie ein Vertrauensklima. Wenn Sie ein Filterprogramm einsetzen, sollten Sie es mit den Kindern besprechen und begründen. Auch wenn die Kinder Ihr Vertrauen missbrauchen, sollten Sie nicht überreagieren und drakonische Strafen verhängen wie: einen Monat kein Internet! Die Kinder werden dann dazu verleitet, an anderen Orten zu surfen, wo Sie keinen Einfluss mehr haben.
9. Falls Ihre Kinder einmal etwas "Schlimmes" gesehen haben, sollten Sie es mit ihnen in Ruhe besprechen. Entscheidend ist, dass Sie den Kindern die Angst nehmen, auf Sie zuzukommen.
10. Informieren Sie sich, was die Kinder in der Schule mit dem Internet unternehmen. Welche WebSites ihnen von den Lehrern empfohlen werden. Lassen Sie es sich zeigen.
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