Der Schlüssel zu Intelligenz und schulischem Erfolg von Kindern

von Moira Eastman - ins Deutsche übertragen von Horst Niederehe
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Sie haben schon in einem Beitrag erfahren, dass es wichtig ist, Kindern vorzulesen und das ist in der Tat so. Doch es ist sogar noch wichtiger, mit Kindern zu sprechen. U.S. Forschung belegt, dass in Familien gewaltige Unterschiede im Umfang verbaler Kommunikation mit Kindern bestehen und es sind genau diese Unterschiede, die eine enge Beziehung zur späteren Intelligenz haben.

Kinder, die sich besonders gut entwickelten, hatten bis zum 4. Lebensjahr von ihren Eltern etwa 32Mio Wörter mehr gehört, als Kinder, die Lernschwierigkeiten hatten und Schulabschlüsse verfehlten.

Die „guten Lerner“ hörten zu Hause etwa 45Mio Wörter und damit viermal mehr, als die „schlechten Lerner“ in der gleichen Zeit.

Das häusliche Gesprächsvolumen mit den Kindern hat eine enge Beziehung zum erzielbaren IQ. „Mit wenigen Ausnahmen kann festgestellt werden, dass, je mehr Eltern mit ihren Kindern sprechen, diese umso schneller ein verfügbares Vokabular entwickeln und am Ende des dritten Lebensjahres und darüber hinaus über einen höheren IQ verfügen.“

Hier noch eine Zusammenfassung einiger Fakten aus dem Report:

„Der Umfang elterlicher Ansprache war ursächlich für die Korrelation zwischen sozioökonomischem Status (und/oder Rasse) und den erworbenen intellektuellen, verbalen Fertigkeiten der 42 amerikanischen Kleinkinder im Test“.

Die Rate, mit der das kindliche Vokabular wuchs, war eng mit den später ermittelten IQ verknüpft.

Mütter reden am häufigsten mit ihren Kindern und diese Ansprache begründet die kindliche Intelligenz. Die Mutter ist meist auch die wichtigste Bezugsperson des Kindes von seiner Geburt bis etwa zum vierten Lebensjahr.

Frauen sprechen pro Tag ca. 20.000 Wörter; Männer etwa 7.000.

Frauen erfahren bei Unterhaltungen die Ausschüttung von Glückshormonen, besonders beim Gespräch mit ihren Kindern und in Reaktion auf die kindlichen Bedürfnisse. Dabei zählen die Worte, mit denen das Kind angesprochen wird. Wörter, die das Kind von einer Unterhaltung oder von Radio und Fernsehen aufschnappt, sind hier bedeutungslos. Die direkte Ansprache des Kindes zählt allein.

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Dr. Moira Eastman ist australische Redakteurin für Familienangelegenheiten.