Auf der Werteskala von Kindern ganz oben: die Freundschaft

 die Freundschaft
(AFP) Ein interessantes Ergebnis für alle Erzieher und Pädagogen bringt eine Umfrage des „Kinderwertemonitors“ des Meinungsforschungsinstitutes SYNOVATE zu Tage. Für die im Juni und Juli 06 befragten 900 Kinder im Alter von 6-14 Jahren steht die Freundschaft mit 77% ganz an der Spitze der Werte. Dann folgen Vertrauen (54%), Zuverlässigkeit und Treue (49%). Beim Thema „Glauben“ und „Ordnung“ scheiden sich dann die Geister.
Die Altersgruppe der 6- bis 14-Jährigen verfügt nach dieser nicht repräsentativen Umfrage über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und eine große Hilfsbereitschaft.
Anders als noch in den 80er Jahren habe allerdings die Leistungsbereitschaft inzwischen eine genauso große Bedeutung für Kinder wie Gerechtigkeit oder Hilfsbereitschaft.
Ganz oben auf der Werteskala der Kinder steht die Freundschaft, die für 77 Prozent am wichtigsten ist. Für mehr als jedes zweite Kind (54 Prozent) ist Vertrauen sehr wichtig, 49 Prozent schätzen vor allem Zuverlässigkeit und Treue.
Immerhin halten den Wert des Glaubens 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen für "total wichtig" beziehungsweise 26 Prozent für "wichtig". Auch die Ordnung wird von einer Mehrheit von 14 Prozent als "total wichtig" und 38 Prozent als "wichtig" eingestuft.
Eltern und Großeltern sind wichtige Vorbilder, Politiker dagegen kaum
Eltern und Großeltern sind für die 6- bis 14-Jährigen die wichtigsten Vermittlungsinstanzen und Vorbilder für Werte. Im Teenageralter gewinnen dann Freunde und die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen bei der Wahl von Vorbildern an Bedeutung.
Prominente und Personen aus den Medien oder den Kirchen spielen bei der Wertevermittlung hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Am wenigsten bringen die deutschen Kinder Politiker mit der Vermittlung von Werten in Verbindung.
Ausgeprägt ist auch die Bereitschaft der meisten deutschen Kinder, sich für Menschen oder Werte einzusetzen. Am stärksten ist das Engagement ausgeprägt, wenn es darum geht, Freunden zu helfen oder sich für Tiere, Vereine sowie ärmere oder hilfsbedürftige Menschen zu engagieren.
Am geringsten ist das Interesse der 6- bis 14-Jährigen beim Umweltschutz. Einen hohen Stellenwert haben dagegen die Kinderrechte. Am wichtigsten ist Kindern das Recht, ohne Gewalt aufzuwachsen.
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