Ein großes Jahr für die Privatschulen

Ein großes Jahr für die Privatschulen
Noch nie ist die Zahl der Privatschüler in einem Jahr so stark gestiegen wie 2007. Während an den öffentlichen Schulen die Schülerzahlen weiter zurückgehen oder stagnieren, können die Privatschulen einen Zuwachs von über 2 Prozent vermelden. Viele Eltern sind offensichtlich der Meinung, dass ihre Kinder besser in privaten Bildungseinrichtungen aufgehoben sind als in staatlichen.
Die Zahl der Privatschüler wächst weiter
Im Schuljahr 2006/07 besuchten fast 900.000 Mädchen und Jungen Schulen in privater Trägerschaft, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit haben sie noch einmal um 2,2 Prozent gegenüber 2006/07 zugelegt und erreichen jetzt bereits einen Anteil von 7,3 Prozent an der Gesamtzahl der Schüler, ein Trend, der seit 15 Jahren anhält. Auch die Zahl der Privatschulen ist inzwischen auf über 4700 gewachsen, davon sind knapp 2900 allgemeinbildende Schulen.
Die Gymnasien liegen vorne
Am meisten profitieren von diesem Trend die Gymnasien in freier Trägerschaft, an denen inzwischen jeder zehnte Gymnasiast in Deutschland eingeschult wird. Dabei gibt es große Unterschiede in den einzelnen Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, das auch die günstigste Privatschulfinanzierung aufweist, führt mit 16.5 Prozent Privatschülern die Liste an, während Schleswig-Holstein mit nur 2 Prozent das Schlusslicht bildet. Insgesamt zeigt sich auch an den privaten Gymnasien dasselbe Bild wie an den staatlichen: Die Mädchen haben einen Anteil von 12,2 Prozent während der Anteil der Jungen nur 9,1 Prozent ausmacht.
Damit hat Deutschland im europäischen Vergleich aufgeholt. Aber der europaweite Anteil von etwa 20 Prozent Privatschüler ist noch lange nicht erreicht.
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