Peter Singer in Köln wegen eines NZZ-Interviews wieder ausgeladen

Peter Singer hat sich in Köln mit seinen umstrittenen Ansichten aufs Neue die Finger verbrannt --- Der australische utilitaristische Philosoph begann seine Krönungsreise durch Europa eigentlich gut. Ende Mai konnte er frische Ehrendoktorhüte der Universitäten von Athen und Bukarest seiner ausufernden Sammlung von Orden und Ehrenzeichen einverleiben. Von dort reiste er weiter nach Berlin, um den neu geschaffenen „Peter Singer Prize for Strategies to Reduce the Suffering of Animals“ entgegenzunehmen. Er wurde mit enthusiastischen Worten von Maneka Gandhi, der indischen Ministerin für die Entwicklung von Frauen und Kindern, die auch Präsidentin der Gesellschaft „Menschen für Tiere“ in ihrem Land ist, eingeführt. Ein deutscher Politiker erklärte seine Popularität so: „Peter Singer's Ideen sind logisch, frei von religiösem Überbau und leicht zu verstehen“.

Die Enzyklika ,Laudato si‘: Ein Aufruf des Papstes, die menschliche Natur zu respektieren

Laudato si' ist anspruchsvoller als ein Klimaschutz-Protokoll --- Papst Franziskus umfassende und schön formulierte Ökologie-Enzyklika mit dem Titel ,Laudato si’ ist vor kurzem erschienen. Die Überschrift nahm er aus der ersten Zeile des sog. Sonnengesangs des hl. Franziskus: „Gelobt seist du, mein Herr“. Von Anfang bis zum Ende ist auch die Enzyklika ein Lobpreis Gottes.

Eine Afro-Amerikanerin über die Transgender Bewegung

Je mehr unsere Gesellschaft sich von Gender-Stereotypen zu befreien sucht, umso mehr wird sie von diesen versklavt. --- Meine Eltern haben mir nie Cinderella, die kleine Meerjungfrau, oder Schneewittchen gekauft. Solche Märchen wurden in unserem Haus nie erzählt oder im Fernsehen geschaut. Prinzessin Tiana gab es damals noch nicht, doch meine Eltern ließen uns nur Filme mit farbigen Prinzessinnen anschauen, wie Mulan (Asiatisch), Pocahontas (Indianisch), und Jasmine (Arabisch). Wir liebten auch alle Tiere im „König der Löwen“, doch wurde in unserem Hause niemals weiße Hautfarbe idealisiert. Das geschah nicht offensichtlich, obwohl dies vielleicht mit Absicht vermieden wurde. Nur im Nachhinein wurde mir klar, dass unsere Eltern unausgesprochen eine gewisse Selbstliebe in uns kultivierten. (Foto: Relaxing Sundays by J / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0 Sepia added)

Die Fortschritts-Rückschritts-Generation

"Eins, zwei, drei im Sauseschritt nehm ich alle Kinder mit.[ ... ] Bücken, strecken, ringsum drehn, viermal klatschen, stampfen, stehen", heißt es in einem Kinderlied für ein Bewegungsspiel aus dem Jahr 1991. Der Text spiegelt den Zeitgeist der Prä-Internet-Ära noch einmal wider. Denn von da an wird es nicht mehr lange dauern, bis ein fundamentaler Wandel in der Mediennutzung, eingeläutet durch den massenhaften Gebrauch der sogenannten quartiären Medien, den Menschen von einem "Perpetuum mobile" zu einem Sitzenbleiber gemacht haben wird. Die meisten, die die Zeit vor dem Einzug des Internets in den heimischen Wohnzimmern, aber auch in den Schulen noch miterleben durften und nicht nur aus Erzählungen kennen, wissen, was es heißt, den ganzen Tag draußen im Freien zu sein, herumzutollen und Spaß an der Bewegung zu haben.

Deutschland könnte absteigen …

Nach dem wir in unserem letzten Blog betrachtet haben, wie die japanische Bevölkerung schrumpft, möchte ich heute das ökonomische Zugpferd auf der anderen Seite des Globus in den Blick nehmen: Deutschland. Dort ist die demographische Situation vergleichbar mit der Japans: zu wenige Geburten, eine überalternde Bevölkerung und als einzige Alternative zum Bevölkerungsschwund eine hohe Zahl von Migranten. Die letzte Prognose des Deutschen Instituts für Statistik (Destatis) ist düster. Die Deutsche Welle berichtet: „Im Jahr 2013 gab es 80.8Mio Einwohner in Deutschland, Destatis erwartet, dass diese Zahl bis 2060 auf 67,6 bis 73,1Mio fallen wird.“

Falsche Rechtsetzung verletzt Kinderrechte

Kein Sex! Dieses Kind wurde ohne Sex zur Welt gebracht“. Dies war der stolze Ausruf eines der beiden „Väter“ des kleinen Mädchens, das hochgehoben und uns auf einer Konferenz zum Thema Sexualität präsentiert wurde, an der ich teilnahm. (Photocredit: Concord Monitor/AP Photo/Logo)

Ehe und Familie: Mal aufs Abstellgleis geschoben – dann begehrlich in den Focus gerückt! (Schluss)

Unter der Überschrift „Auf die Familie kommt es an“ rücken drei US-amerikanische Wissenschaftlerinnen die Wirkung unterschiedlicher Familienstrukturen auf die Entwicklung von Kindern ins Blickfeld. Sie überprüften, welchen Einfluss die jeweilige Familienstruktur auf die schulische und soziale Entwicklung des Kindes hat.

Pubertät und Beziehung

Ich habe in den letzten Wochen ein Buch von Leo Martin mit dem Titel “Ich krieg dich” gelesen. Es wurde von einem ehemaligen Agenten geschrieben und er legt in diesem Buch dar, wie er vorgegangen ist, um V-Leute anzuwerben. Dabei zieht er immer wieder Parallelen zu Alltagssituationen, denn der durchschnittliche Leser wird eher keine Agentenlaufbahn einschlagen und somit auch kein Handbuch für eine solche Vorgehensweise brauchen. Es finden sich aber sehr viele sehr nützliche Tipps darin, wie man auch mit unbequemen Zeitgenossen in einer Form umgehen kann, die beiden Seiten ihren Standpunkt lässt und doch keiner die Achtung vor dem Anderen verliert.

Ehe und Familie: Mal aufs Abstellgleis geschoben – dann begehrlich in den Focus gerückt! (2)

Die Familie ist die ‚Erneuerungszelle der Gesellschaft in biologischer, moralischer und kultureller Hinsicht‘, so der Wiener Sozialethiker Johannes Messner. In auffallendem Kontrast zur Bedeutung der Familie steht jedoch der im öffentlichen Handeln ablesbare niedrige Stellenwert in einer markt- und erwerbs-zentrierten Gesellschaft.

Macht es Sinn, jahrelang zu studieren und dann den Beruf nicht darauf aufzubauen?

Zu viele Amerikaner vergeuden Zeit und Geld wegen einer Hochschulausbildung . --- Ausländische Kommentatoren sprechen oft über die USA als „überschäumendes Land“, das von schöpferischem Geist nur so strotzt. Wir stürzen uns in Risiken, in neue Stile und wollen immer das Neu-Neue. Man sagt, dass uns dies als Nation so extrem dynamisch werden ließ. Aber genau das macht uns auch ebenso verletzlich.

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