Rezensionen - Filme

Die Eleganz der Madame Michel

Die Eleganz der Madame Michel
Ende 2006 veröffentlichte in Frankreich Muriel Barbery „Die Eleganz des Igels“ („L’Elégance du hérisson“), einen Roman mit zwei außergewöhnlichen Hauptfiguren, einer 12-jährigen Suidizgefährdeten und einer 54-jährigen Concierge, die sich allem Klischee zum Trotz als außerordentlich gebildet herausstellt. Muriel Barberys zweiter Roman wurde mit seinen 1,5 Millionen verkauften Exemplaren zur literarischen Sensation in Frankreich und vielfach ausgezeichnet. Inzwischen liegt „Die Eleganz des Igels“ in 31 Sprachen vor. Die nun im deutschen Kinoprogramm anlaufende Verfilmung unter dem Verleihtitel „Die Eleganz der Madame Michel“ (Originaltitel: „Le hérisson“) ist das Spielfilmdebüt der 1981 geborenen Regisseurin Mona Achache.
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Sin nombre

Sin nombre
Das beim renommierten Sundance Filmfestival 2009 mit dem Preis sowohl für die Beste Regie als auch für die Beste Kamera ausgezeichnete Spielfilmdebüt von Cary Joji Fukunaga „Sin nombre“ bietet einen Einblick in die Welt lateinamerikanischer Jugendgangs, genau genommen in die „Mara Salvatrucha“ oder „MS-13“, die real existierende, „wohl gefährlichste Gang der Welt“, die inzwischen mit etwa 100 000 Mitgliedern Gebiete in sechs Ländern und 33 US-amerikanischen Staaten kontrolliert.
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Friedensschlag – Das Jahr der Entscheidung

Friedensschlag – Das Jahr der Entscheidung
In der Öffentlichkeit wird Jugendgewalt immer wieder diskutiert, wobei der Maßnahmenkatalog für eine bessere Prävention von Gesetzesverschärfung bis Vorbeugemaßnahmen und Hilfen für die Resozialisierung reicht. Wie eine solche Begleitung aus der Gewalt aussehen kann, zeigt das Projekt der „Work and Box Company“.
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Kampf der Titanen

Kampf der Titanen
„Kampf der Titanen“ sollte der Film des Sommers 2010 werden. Nachdem „Avatar“ die Kinokassen höher denn je hatte klingen lassen, schien der Erfolg programmierbar: Die Formel ließ sich auf eine episch angelegte, mit einem mythischen Subtext aufgeladene Fantasy-Geschichte reduzieren, die in schön anzusehenden 3D-Bildern in eine actiongeladene Handlung umgesetzt wird.
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Drachenzähmen leicht gemacht

Drachenzähmen leicht gemacht
Im Wettbewerb zwischen den zwei größten Animationsschmieden „Pixar“ und „DreamWorks“ zeichnet sich „Pixar“ dadurch aus, dass in deren Filmen bei aller technischen Perfektion stets die Handlung und die Charaktere im Mittelpunkt stehen. Demgegenüber verlegte sich Jeffrey Katzenbergs „DreamWorks“ bei der Entwicklung ihrer Filme allzu häufig auf eine Handlung, die größtenteils in Anspielungen auf bekannte Spielfilme bestand. So zuletzt in „Monsters vs. Aliens“ (2009), der sogenannte „Science-Fiction-B-Filme“ aus den 1950er Jahren ungeniert zitiert.
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Lourdes

Lourdes
Jessica Hausners Spielfilm „Lourdes“, der nach seiner Teilnahme am Internationalen Filmfestival Venedig 2009 nun im deutschen Kino startet, beginnt mit den halbdokumentarischen Bildern eines noch menschenleeren Speisesaals, der sich zu den Klängen von Schuberts „Ave Maria“ nach und nach mit Menschen füllt. Ein Rollstuhlfahrer zischt vorbei. Zunächst bleibt die Kamera auf Distanz. Dann sucht sie ein Ziel, das zunächst eine junge Rollstuhlfahrerin zu sein scheint, um schließlich auf die Malteser-Hilfsleiterin Cecile (Elina Löwensohn) zu zoomen. Sie verkündet streng das Programm für die Wallfahrt mit ihrem durchorganisierten Ablauf: Besuch in der Grotte und den Heilbädern sowie der Prozession und der Heiligen Messe. Jessica Hausners Film wiederholt denn auch den genauen Verlauf einer fünftägigen Lourdes-Wallfahrt.
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Agora - Die Säulen des Himmels

Agora - Die Säulen des Himmels
In der berühmten Bibliothek von Alexandria lehrt im Jahre 391 die Philosophin und Astronomin Hypatia (Rachel Weisz), die Tochter des Bibliotheksleiters Theon (Michael Lonsdale). Zu Hypatias Schülern gehören sowohl Heiden als auch Juden und Christen. Auf dem Marktplatz, der Agora, werden die Christen jedoch immer zahlreicher. Nach blutigen Auseinandersetzungen lässt der römische Stadtpräfekt die Bibliothek und das Serapeum genannte Heiligtum für die Christen freigeben. Obwohl Hypatia versucht, möglichst viele Werke aus der Bibliothek zu retten, werden die meisten von ihnen von wütenden Christen zerstört.
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Alice im Wunderland

Alice im Wunderland
Das Konzept, ein modernes Märchen für die große Leinwand nicht einfach eins zu eins zu adaptieren, sondern es durch eine narrative Brechung erzählerisch weiterzuführen, ist keineswegs so einzigartig wie es auf den ersten Blick anmutet: Im Jahre 1992 ließ Steven Spielberg in seinem Spielfilm „Hook“ einen erwachsenen Peter Pan ins Nimmerland zurückkehren. Allerdings konnte er sich nicht mehr daran erinnern, selbst dort früher gewesen zu sein, weswegen seine Echtheit auch von den „verwunschenen Kindern“ in Zweifel gezogen wurde.
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Shutter Island

Shutter Island
Mit „Zeit der Unschuld“ („The Age of Innocence“, 1993) stellte Regisseur Martin Scorsese unter Beweis, dass eine Romanverfilmung ihrer Vorlage – Edith Whartons gleichnamigem Roman – durchaus ebenbürtig sein, ja sie sogar in mancherlei Hinsicht überflügeln kann. Bei der Verfilmung von Dennis Lehanes „Shutter Island“ bleibt der italo-amerikanische Regisseur allerdings weit unter den Möglichkeiten, die ihm Lehanes Thriller anbietet.
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Invictus - Unbezwungen

Invictus - Unbezwungen
Bereits die erste Einstellung führt dem Zuschauer eindrücklich das Sujet des Filmes vor Augen. Eine Landstraße trennt zwei Welten: Auf der einen Seite trainiert auf einem satten grünen Rasen eine ausschließlich aus Weißen bestehende Rugby-Mannschaft. Auf der anderen Seite spielen jugendliche Schwarze auf einem Acker Fußball. Plötzlich kommt eine Autokolonne ins Bild. Die schwarzen Jugendlichen laufen zum Zaun. Sie jubeln: „Mandela, Mandela“. Aus der anderen Seite hört man nur den Ruf: „Terrorist“. Einblendung: Südafrika, 11. Februar 1990. Nelson Mandela ist soeben aus einer mehr als 27 Jahre währenden Haft entlassen worden.
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