Rezensionen - Filme

Rezension: Esmas Geheimnis (Grbavica)

 Esmas Geheimnis (Grbavica)
In „Das geheime Leben der Worte“ schilderte die spanische Regisseurin Isabel Coixet unlängst die Möglichkeit, das von der Protagonistin Hannah während des Krieges im ehemaligen Jugoslawien erlebte traumatische Ereignis in Worte zu fassen. Daran scheint das Spielfilmdebüt der bosnischen Regisseurin Jasmila Žbanić „Esmas Geheimnis (Grbavica)“ anzuschließen, das bei den Filmfestspielen Berlin 2006 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde und nun im regulären Kinoprogramm startet.
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Rezension: Das Haus am See

 Das Haus am See
Seit H.G. Wells’ Roman „Die Zeitmaschine“ („The Time Machine“, 1895) gehören Zeitreisen zu den Topoi im Science-Fiction-Genre, die über die Filmadaption des Romans von H.G. Wells durch George Pal („Die Zeitmaschine“, 1960) hinaus immer wieder Filmemacher inspiriert haben. Eine komödiantische Variante lieferte etwa die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie von Robert Zemeckis (1985–1990).
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Rezension: Lucy

 Lucy
Manchmal laufen in derselben Woche (26/2006) mehrere thematisch verwandte Spielfilme an. Dies trifft auch für diese Woche zu, weil sowohl „Leben in mir“ als auch „Lucy“ die Mutterschaft von jungen Frauen in den Mittelpunkt rückt. Handelte der polnische Film „Leben in mir“ von der jungen Eva, die sich entgegen ihrem ersten Entschluss doch noch für ihr Kind entscheidet und seit dieser Entscheidung die Welt in ein poetisches Licht getaucht sieht, so lernt der Zuschauer in „Lucy“ die 18-jährige Maggie (Kim Schnitzer) kennen, als ihre Tochter Lucy bereits acht Monate alt ist. Gleich zu Beginn trennt sie sich vom Vater ihres Kindes, Mike (Ninjo Borth).
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Rezension: Leben in mir

 Leben in mir
Im Kino stehen seit einiger Zeit ungewollt schwanger gewordene junge Frauen hoch im Kurs. Das Drogenkurier-Drama „Maria voll der Gnade“ handelte unlängst von der 17-jährigen Maria, die in der kolumbianischen Provinz kein einfaches Leben führt: Sie ist unzufrieden mit ihrer Arbeit und ihrer Familie, und den Vater ihres ungeboreneren Kindes liebt sie auch nicht mehr. Jetzt kommt ein Film der Polnischen Regisseurin Malgosia Szumowska in die Kinos.
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Rezension: Die andere Seite des Mondes

 Die andere Seite des Mondes
Welcher Junge hat nicht davon geträumt, Astronaut zu werden? In Quebec träumt Philippe noch immer davon. Allerdings hat der ewige Student bereits die vierzig überschritten, was ihn indes nicht davon abhält, noch immer an der naiven Hoffnung auf die Raumfahrt festzuhalten. Philippes realer Bezug zur Raumfahrt besteht freilich in seiner Doktorarbeit, die sich mit den anthropologischen Bedingungen für den Menschheitstraum von der Erkundung des Alls beschäftigt.
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Rezension: American Dreamz - Alles nur Show

 American Dreamz - Alles nur Show
In keinem anderen Land bestimmt die mediale Wirklichkeit so sehr die Wahrnehmung wie in den Vereinigten Staaten. Gerne wird in diesem Zusammenhang auf Andy Warhols bekannten Spruch „In Zukunft wird jeder für 15 Minuten berühmt sein“ hingewiesen, mit dem der Pop-Künstler all die Fernsehshows vorhersagte, in denen irgendein neuer „Superstar“ verzweifelt gesucht wird. Ein Stoff, aus dem sich leicht eine Satire machen lässt. Diese liefert Regisseur Paul Weitz in seinem nun im deutschen Kino anlaufenden „American Dreamz – Alles nur Show“, zu dem Weitz ebenfalls das Drehbuch geschrieben hat.
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Rezension: The Da Vinci Code – Sakrileg

 The Da Vinci Code – Sakrileg
Viel ist in den letzten Wochen über die Verfilmung von Dan Browns „The Da Vinci Code – Sakrileg“ durch Oscar-Preisträger Ron Howard spekuliert worden. Angeheizt wurde die Debatte durch die Strategie der Filmemacher, auf die besorgten Wortmeldungen vieler Katholiken, Christen verschiedener Konfessionen sowie Juden und Moslems mit beharrlichem Schweigen beziehungsweise empörten Äußerungen zu reagieren. So entgegnete Regisseur Ron Howard in Interviews auf die ablehnende Haltung bis hin zu Boykott-Aufrufen hoher kirchlicher Würdenträger: „Wer jemandem das Recht nimmt, den Film zu sehen, handelt faschistisch.“ Und: „Wenn jemand einem anderen sagt, er soll den Film nicht anschauen, ist das militant. Und Militanz erzeugt Hass und Gewalt.“ Merkwürdig nur, dass sich jemand derart äußert, der möglichst getreu einen Roman bebildern möchte, der die katholische Kirche „in ihren Grundfesten“ angreift.
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