Rezensionen - Filme

Wall Street: Geld schläft nicht

 Geld schläft nicht
Oliver Stones Spielfilm „Wall Street“ (1987) traf den Nerv seiner Zeit. Obwohl die von Michael Douglas verkörperte Hauptfigur Gordon Gekko wegen Insidergeschäfte ins Gefängnis wanderte, wurden sowohl Gekkos Accessoires (teure Hemden mit noch teureren Manschettenknöpfen, breite Hosenträger) als auch Gekkos zynische Sprüche („Wenn Du einen Freund brauchst, kauf Dir einen Hund“) stilbildend für eine ganze Broker-Generation. „Wall Street“ wurde zum Film schlechthin für die vom Aktionärswert („Shareholder-Value“) diktierte Finanzwelt der neunziger Jahre. Nicht von ungefähr fand der Höhepunkt von „Wall Street“ in einer Aktionärsversammlung statt, bei der Gordon Gekko seine bekannteste Lebensweisheit aussprach: „Gier ist gut“ („Greed is good“).
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Goethe!

Goethe!
Als vor gut fünf Jahren das öffentlich-rechtliche Fernsehen des 200. Todestags Friedrich Schillers (1759–1805) mit dem Fernsehfilm „Schiller“ gedachte, führte zu dessen Inszenierung die bekannte Produzentin Uschi Reich aus: „Schreibende Menschen darzustellen, gilt im Film, dessen Wesen die Aktion ist, als langweilig“, weshalb eher das Leben des Dichters, insbesondere dessen Sturm-und-Drang-Phase ins Szene gesetzt wurde.
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Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Groupies bleiben nicht zum Frühstück
Mancher Leser wird schon über den ulkigen, der Musikszene entnommenen Filmtitel stolpern. „Groupies“ werden in der Rock- und Popmusik die meistens weiblichen Fans genannt, die sich mit einem Rocksänger so obsessiv beschäftigen, dass sie sogar versuchen, sich in dessen Schlafzimmer einzuschleichen. Um Groupietum geht es in Marc Rothemunds „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ jedoch gottlob eigentlich nicht, höchstens am Rande.
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Ponyo - Das große Abenteuer am Meer

Ponyo - Das große Abenteuer am Meer
Der inzwischen 69-jährige japanische Regisseur Hayao Miyazaki wurde 2005 als erster Filmemacher von Animationsfilmen mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig ausgezeichnet. Miyazaki kommt insbesondere das Verdienst zu, an der Entwicklung komplexer Handlungen und Szenarien für alle Altersstufen im Zeichentrickfilm maßgeblich beteiligt zu sein. Zum Markenzeichen seiner Filme gehören der enorme Detailreichtum der Zeichnung sowie das Plädoyer für Ökologie und gegen den Werteverfall, gegen den Verlust von Traditionen. Wegen dieser Verbindung von formaler Perfektion, vielschichtigen Handlungen und tiefgründigen Fragen ist das von Hayao Miyazaki gegründete Ghibli-Studio das erklärte Vorbild für die weltweit führende Animationsschmiede „Pixar“.
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Babys

Babys
Vier Neugeborene aus vier unterschiedlichen Kulturkreisen: Ponijao aus Namibia, Bayar aus der Mongolei, Mari aus Japan und Hattie aus den Vereinigten Staaten stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilmes „Babys“ von Thomas Balmès. Der französische Regisseur, selbst Vater von drei Kindern, begleitet sie etwa ein Jahr lang, von der teilweise schweren Geburt bis zu den ersten Schritten der neuen Erdbewohner.
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Inception

Inception
Mehr als ein Jahrzehnt ist es her, dass mit „Matrix“ (1999) die Wachowski-Brüder einen Spielfilm schufen, der wie kaum ein anderer zuvor Action- und Thesenkino miteinander verknüpfte. Denn der Film von Andy und Lana (Larry) Wachowski kleidete die Frage nach der Realität dessen, was wir Wirklichkeit nennen, in ein modernes Gewand. „Matrix“ ließ sehr unterschiedliche Lesarten zu, weil handfeste Action und intellektueller Unterbau nicht nur das auf den ersten Blick instabile Gleichgewicht hielten, sondern darüber hinaus eine echte innere Einheit eingingen. „Matrix“ zeichnete sich insbesondere durch den ständigen Wechsel zwischen der realen und der alternativen Welt einer als „Matrix“ bezeichneten Computersimulation aus.
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Toy Story 3

Toy Story 3
Mit „Toy Story“ begann vor fünfzehn Jahren eine der innovativsten Entwicklungen in der neueren Filmgeschichte. Als John Lasseter 1995 beim ersten Langspielfilm der Animationsschmiede „Pixar“ Regie führte, wurde „Toy Story“ der erste vollständig computeranimierte Spielfilm. Damit leitete John Lasseters Film die Geburt des im Unterschied zum zweidimensionalen Zeichentrickfilm von Anfang an dreidimensional angelegten Animationsfilms ein.
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Micmacs – Uns gehört Paris

Micmacs – Uns gehört Paris
Manche Kinofilm-Drehbücher verknüpfen die erzählte Story mit der Lebensgeschichte der Hauptperson dadurch, dass ein in der Vergangenheit zurückliegendes, für die Entwicklung der Figur aber entscheidendes Ereignis in einer Art Prolog dargestellt wird. Dieses Prinzip wenden auch Drehbuchautor und Regisseur Jean-Pierre Jeunet und sein Mitautor Guillaume Laurant in ihrem Spielfilm „Micmacs – Uns gehört Paris“ an.
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Eclipse - Bis(s) zum Abendrot

Eclipse - Bis(s) zum Abendrot
Bereits ein gutes halbes Jahr nach der zweiten Verfilmung der „Twilight“-Romane von Stephenie Meyer „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ (siehe Filmarchiv) startet im Kino der dritte Film „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“. Kein Wunder, nachdem der erste „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ Ende 2008, Anfang 2009 weltweit knapp 385 Millionen Dollar, der zweite Film „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ gar knapp 710 Millionen Dollar einspielte, sollte wohl möglichst schnell nachgelegt werden.
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Moon

Moon
Nachdem im Bereich der „Präimplantationsdiagnostik (PID)“ genannten vorgeburtlichen Selektion durch das Urteil des Bundesgerichtshof vom 06.07.2010 der Damm gebrochen ist, werden Zukunftsszenarien in Fragen der gesamten umstrittenen Handlungsfelder der Biomedizin wieder ganz aktuell. Das Kino bemüht sie jedenfalls zurzeit in verstärktem Maße. Standen die Folgen menschlicher Eingriffe in die Genetik in den Science-Fiction-Filmen „Splice – Das Genexperiment“ (siehe Filmarchiv) und „Repo Men“ (siehe Filmarchiv) eher im Schatten einer actiongeladenen Sensationslust, behandelte sie Jaco von Dormaels „Mr. Nobody“ (siehe Filmarchiv) lediglich am Rande, so kommt mit Duncan Jones’ „Moon“ ein Science-Fiction-Film in die Kinos, der solche Fragen ganz in den Mittelpunkt stellt.
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