Rezensionen

Spectre

„Die Toten leben“ heißt es auf einem Zwischentitel zu Beginn des neuen James-Bond-Filmes „Spectre“. Dies bezieht sich zunächst einmal vordergründig auf die Eingangssequenz des inzwischen 24. Bond-Filmes. Am „Tag der Toten“ versucht James Bond (Daniel Craig) in Mexiko City einen italienischen Gangster auszuschalten, der ein Massenattentat plant. Bonds Weg führt zunächst durch die Massen, die an diesem Tag in der Stadt kostümiert unterwegs sind, und endet in einer wilden Verfolgungsjagd auf der Erde und in der Luft. Ein spektakulärer Auftakt, die sogar die Anfangssequenz des letzten James-Bond-Films „Skyfall“ (siehe Filmarchiv) in den Schatten stellt. Denn Kameramann Hoyte van Hoytema filmt regelrecht aus dem Geschehen heraus.

Everest

Der Mount Everest, benannt nach dem britischen Landvermesser George Everest und mit 8 848 Metern höchster Berggipfel der Welt, wurde am 29. Mai 1953 von Edmund Hillary und Sardar Tenzing Norgay erstmals bestiegen. Bereits in den 1980er Jahren begannen die kommerziellen Everest-Expeditionen: Sherpas tragen die Lasten, Bergführer bringen die zahlungskräftigen Kunden, die bis zu 65 000 Dollar dafür aufbringen, auf den Gipfel. Zu den Bergführern, die im Jahre 1992 mit den kommerziellen Everest-Expeditionen begonnen hatten, zählten auch Rob Hall und Scott Fischer.

Stimmen des Herzens - Der Chor

Der zwölfjährige Stet (Garrett Wareing) lebt bei seiner alleinerziehenden Mutter in einer texanischen Stadt. Die Sorge um die labile, dem Alkohol nicht abgeneigte Mutter überfordert ihn. Im Musikunterricht fühlt sich Stet im Gegensatz dazu unterfordert, denn er besitzt ein überaus gutes Gehör und eine wunderschöne Stimme. Die Schulleiterin Ms. Steel (Debra Winger) möchte Stets Talent fördern. Sie schafft es, dass der berühmte „National Boychoir“ eine Einladung in ihre Schule annimmt. Der Chorleiter Carvelle (Dustin Hoffman) erklärt sich sogar bereit, Stet singen zu hören. Doch im entscheidenden Augenblick läuft Stet weg und verpasst diese Chance.

Leo Martin, Ich-krieg-dich, Menschen für sich gewinnen - Ein Ex-Agent verrät die besten Strategien

Zum ersten Mal bin ich auf den Autor Leo Martin beim Kitaleiterkongress in Berlin aufmerksam geworden. Er hat dort einen Vortrag gehalten oder besser gesagt eine kleine Darbietung seiner Fähigkeiten gezeigt, wie man fremde Menschen möglichst schnell einschätzen kann. Als Agent im Inlandsnachrichtendienst war das 10 Jahre lang sein tägliches Brot und manches Mal seine Lebensversicherung. Ich habe mich damals gefragt, was das bei so einem Kongress zu suchen hat. So gefährlichen Situationen ist man im Kita-Alltag eigentlich nicht ausgesetzt.

Minions

Die „Minions“ wurden im Animationsfilm „Ich – Einfach unverbesserlich“ („Despicable Me“, 2010), dem ersten Animationsfilm von „Illumination Entertainment“ für die Universal-Studios, als Helfer des Superschurken Gru bekannt und insbesondere bei den jüngeren Zuschauern sehr beliebt. In der Fortsetzung „Ich – Einfach unverbesserlich 2“ („Despicable Me 2“, 2013) waren sie es sogar, die dem Film über die im Unterschied zum ursprünglichen „Einfach unverbesserlich“-Film eher konventionelle Handlung hinaus einen besonderen Charme verliehen. (Bild: © Universal Pictures Switzerland)

Ehe und Familie – Säulen des Gemeinwohls

Ehe und Familie sind am Beginn des 21. Jahrhunderts in Bedrängnis. Im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung stehen viele Konzepte des Zusammenlebens, die oft nicht auf einer christlichen Anthropologie gründen. Viele Familien spüren, dass sie gegen den Strom schwimmen müssen, wenn sie sich den menschlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Verschiedene Aspekte dieser Entwicklungen wurden in mehreren Symposien des Lindenthal-Instituts in den vergangenen Jahren aufgegriffen und diskutiert. Jetzt wurden die juristischen, finanziellen, anthropologischen, politischen und gesellschaftlichen Aspekte in einem Sammelband zusammengefasst.

Ex Machina

„Was ist der Mensch?“ Diese uralte Frage der Menschheit erhält neuen Zündstoff, seit neuere Forschungszweige weitere Zugänge zu dieser uralten Fragestellung liefern, etwa die Künstliche Intelligenz (KI) und die unter der Abkürzung GRIN (Genetics, Robotics, Information Technology, Nanotechnology) bekannten Verfahren der Gentechnik und der Erprobung von Schnittstellen Mensch-Maschine. Diese Forschungszweige experimentieren mit den Grenzen der Identität und Autonomie des Menschen („Transhumanismus“). Das 1999 erschienene Buch „Homo S@piens“ (Original: „The Age of Spiritual Machines“) des „unverbesserlichen Optimisten“ und Transhumanismus-Verfechters Ray Kurzweil eröffnete eine Kontroverse über die Machbarkeit dieser Techniken und auch über die damit verbundenen ethischen Fragen insbesondere mit dem größten Kritiker des Transhumanismus Bill Joy, der „eine apokalyptische Selbstauslöschung der Gattung Mensch“ heraufbeschwört. Im Juni 2000 veröffentlichte Bill Joy in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ denn auch einen bemerkenswerten Aufsatz mit dem Titel „Warum die Zukunft uns nicht braucht“, in dem er „die mächtigsten Technologien des 21. Jahrhunderts“ als eine Gefahr für die Gattung Mensch bezeichnete.

Cinderella

Kenneth Branagh wurde insbesondere durch seine bildgewaltigen Shakespeare-Adaptionen für die große Leinwand – „Henry V.“ (1989), „Viel Lärm um nichts“ (1993), „Hamlet“ (1996), „Verlorene Liebesmüh’“ (2000) – bekannt. Der 1960 in Belfast geborene Regisseur stellte jedoch außerdem seine Vielseitigkeit in ganz anderen Genres unter Beweis: „Mary Shelley’s Frankenstein“ (1994), „Ein Winternachtstraum“ (1996), „Thor“ (2011), „Jack Ryan: Shadow Recruit“ (2013). Nun betritt Branagh erneut Genre-Neuland und inszeniert eines der bekanntesten Märchen aus dem europäischen Kulturraum, das insbesondere durch die Gebrüder Grimm überliefert wurde: „Aschenputtel“ (oder „Aschenbrödel“).

The Interview

Kaum ein Spielfilm löste in letzter Zeit bereits im Vorfeld so viele politische Reaktionen aus wie „The Interview“. Nachdem Sony eine filmische Satire auf den nordkoreanischen „Obersten Führer“ Kim Jong-Un angekündigt hatte, erlitt das Filmstudio einen Hackerangriff, hinter dem Nordkorea vermutet, aber nicht sicher ausgemacht wurde. Daraufhin setzte Sony den Kinostart von „The Interview“ ab. Nach einem Vorstoß des Regisseurs und Schauspielers George Clooney und einer Äußerung von Präsident Barack Obama selbst („Wir können keine Gesellschaft haben, in der irgendein Diktator irgendwo in der Welt anfangen kann, hier in den Vereinigten Staaten die Zensur einzuführen“) entschloss sich Sony doch noch, „The Interview“ in etwa 300 Kinos der Vereinigten Staaten am ersten Weihnachtsfeiertag spielen zu lassen. Trotz Attentatsdrohungen wurde kein Zwischenfall bekannt. Nun startet „The Interview“ im deutschen Kinoprogramm. (Bild: © Sony Pictures International. All Rights Reserved)

Birdman - oder Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

Bereits während des Vorspanns des neuen Spielfilms von Alejandro González Iñárritu „Birdman“ mit dem langen, schönen Untertitel „oder (die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ sind Geräusche und eine Off-Stimme zu hören. Die Tonspur, zu der nicht nur die Filmmusik gehört, spielt in „Birdman“ eine herausragende Rolle. Die Stimme wird dem Zuschauer noch häufiger begegnen. Sie gehört dem „alter ego“ von Riggan Thomson (Michael Keaton), dem Superhelden „Birdman“, den er vor Jahren in mehreren Hollywood-Filmen verkörperte. Zwar betont Riggan bei einem Gespräch mit Journalisten, dass er eine weitere „Birdman“-Fortsetzung ablehnte. Die Zeiten, in denen er ein gefragter Schauspieler war, liegen jedoch offenbar lange zurück. (Bild: © 2014 Twentieth Century Fox Film Corporation)

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