Via Crucis - eine spirituelle Entdeckungsreise (9)

8. bis 14. Station - In fast jeder katholischen Kirche findet man - meist umlaufend an den Wänden des Hauptschiffes - vierzehn „Kreuzwegstationen“, jeweils mit Bildern, die den Weg Jesu Christi von seiner Verurteilung bis zur Hinrichtungsstätte Golgotha in einzelnen Episoden darstellen. Zuweilen werden diese Bilder als bloße Ausschmückung des Kirchenraumes missverstanden. In Wahrheit zeugen sie von einer wunderbaren meditativen christlichen Tradition, die vor allem in der Fastenzeit vor Ostern überaus lebendig ist.

Raum (Room)

Der kleine Jack (Jacob Tremblay) feiert seinen fünften Geburtstag. Für seine Mutter Joy (Brie Larson) ist dies der Anlass, Jack über die Welt „draußen“ aufzuklären. Denn Jack hält bislang nur für „echt“, was sich innerhalb seiner kleinen Welt abspielt. Wie diese aussieht, zeigt die Kamera von Danny Cohen im Spielfilm „Raum“ von Lenny Abrahamson (Regisseur) und Emma Donoghue (Drehbuch- und Autorin des Romans, auf dem der Film basiert) in zunächst sehr fragmentarischen Bildern: ein Bett, ein Tisch, ein Fernseher, ein Schrank, ein Waschbecken... Nach und nach setzt sich der titelgebende „Raum“ zusammen: Neun Quadratmeter ohne Fenster – lediglich ein kleines Oberlicht lässt etwas Tageslicht in den Raum hineinscheinen und einen Ausschnitt Himmel frei.

Via Crucis - eine spirituelle Entdeckungsreise (8)

7. Station: Krokodilstränen - Am Wegesrand, am Kreuzweg Christi, warten weinende Frauen. Sind es bestellte Klageweiber? Aber wer hätte sie für diesen Anlass bestellen sollen? Sind es Frauen aus dem Jüngerkreis Jesu? Davon steht zumindest hier nichts. Oder zufällige Zeuginnen des grausamen Geschehens, die vom Anblick überwältigt spontan in Weinen und Klagerufe ausbrechen?

Feminismus blendet den Primat des Privatlebens aus

Die Annahme, dass der öffentliche Raum wichtiger ist, beschädigt Frauen und Familien - Frauen, die Familie und Kinder in den Mittelpunkt stellen, werden, wie ich hoffe, den Feminismus von seinem angeschlagenen politischen Podest verdrängen und dabei helfen, eine alternative, allumfassende und gerechtere Politik zu gestalten.

Via Crucis - eine spirituelle Entdeckungsreise (7)

6. Station: Ein Bild des Leidens - Eine traditionelle Kreuzwegstation, die in der christlichen Ikonographie von jeher recht beliebt war, zeigt noch eine Frau am Rande des Weges, die sich Jesus zuwendet und ihm für einen kurzen Moment Linderung verschafft. Ob es sich so zugetragen hat und ob ihr Name wirklich Veronika war, oder ob dieser Name aus einem sprachlichen Missverständnis stammt (13) muss hier nicht erörtert werden und spielt letztlich keine große Rolle.

Das Tagebuch der Anne Frank

Zusatz: Interview mit Drehbuchautor Fred Breinersdorfer und Otto-Frank-Darsteller Ulrich Noethen. Über Anne Frank sind bereits mehrere Spielfilme zumeist aus dem angelsächsischen Sprachbereich gedreht worden. Filmemacher Fred Breinersdorfer (Drehbuch) und Hans Steinbichler (Regie) bleiben in ihrem neuen Film so nah wie möglich an der Vorlage, am weltberühmten Tagebuch. Daher auch der Filmtitel „Das Tagebuch der Anne Frank“. Selbst für Leser, die das Tagebuch kennen, bietet der Film jedoch auch Neues. Denn das Drehbuch entstand nach einer von den redaktionellen Eingriffen durch Anne Franks Vater Otto befreiten Ausgabe. So tritt beispielsweise das schwierige Verhältnis Annes zu ihrer Mutter im Film deutlich hervor.

Via Crucis - eine spirituelle Entdeckungsreise (6)

5. Station: Vom Guten im Schlechten - Im Neuen Testament wird berichtet, dass die Soldaten, die Jesus zur Hinrichtungsstätte trieben, einen vom Felde kommenden Mann, Simon von Cyrene, zwangen, dem entkräfteten Jesus das Kreuz zu tragen. Sie taten das vermutlich nicht aus Mitleid und Rücksicht auf ihr geschundenes Opfer, sondern eher aus Eigennutz; die Sache sollte schließlich nicht unnötig lange dauern, und sie selbst hatten keinesfalls Lust, das Kreuz zu schleppen, falls Jesus nicht mehr weiter könnte.

Reflexionen einer gescheiterten Tiger Mutter

Was zeichnet gute Eltern aus? Gute Zielsetzungen! - Vor eineinhalb Jahren saß ich im Büro des stellvertretenden Leiters der Schule, die meine Tochter besucht. Wir sprachen über ihre Lernschwierigkeiten und meine Frustrationen. „Was ich auch anstelle, ich schaffe es einfach nicht, das Kind zu motivieren, sich beim Lernen anzustrengen“, sagte ich. „Versuche ich, darauf zu bestehen, dass sie ihre Hausaufgaben macht -und zwar gut macht- ignoriert sie mich beharrlich, bis ich sie so sehr nerve, dass sie einen Wutanfall bekommt.

Via Crucis - eine spirituelle Entdeckungsreise (5)

4. Station: Ein Lichtblick - Dass Jesus auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte seiner Mutter Maria begegnete, wird zwar im Neuen Testament nicht ausdrücklich erwähnt; da Marias Anwesenheit unter dem Kreuz aber eindeutig bezeugt ist, kommt dieser Begegnung doch große Wahrscheinlichkeit zu. Hätte sie die Gelegenheit etwa ungenutzt gelassen?

Unbegleitete Flüchtlingskinder: Daten, Zahlen, Kosten

Staatliche Betreuung und Versorgung von Kindern ist teuer: Annähernd 40 Milliarden € kostet die Kinder- und Jugendhilfe die öffentliche Hand in Deutschland. Damit haben sich die Kosten in den letzten 10-15 Jahren in etwa verdoppelt. Vor allem die chronisch klammen Kommunen ächzen unter der finanziellen Last. Ein Grund für die Verdoppelung ist der massive Ausbau der Kinderbetreuung, der politisch forcierte Wandel hin zu einer „Institutionenkindheit“: Eltern sollen ihre Kinder von klein auf in „professionelle Hände“ geben, weil sie zuhause angeblich nicht die nötige Förderung erhalten.

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